Binzen Sport- und Freizeitanlage recht teuer

Weiler Zeitung
Für die geplante Sport- und Freizeitanlage auf dem Sportareal West in Binzen wurden jetzt die Aufträge vergeben.Foto: zVg/Planungsbüro Wermuth Foto: Weiler Zeitung

Der Neubau der Sport- und Freizeitanlage auf dem neuen Sportareal West in Binzen wird teurer als gedacht. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag nahm deshalb auch die Diskussion um Einsparmöglichkeiten breiten Raum ein. Am Ende stand ein Kompromiss. Ein Detail muss allerdings noch geklärt werden.

Von Alexandra Günzschel

Binzen. Die Vergabe für die Sport- und Freizeitanlage auf dem Sportareal West wurde in drei Lose aufgeteilt und öffentlich ausgeschrieben. Für zwei der Lose gingen jeweils fünf Angebote ein, für das dritte vier. Dennoch werden die Kostenberechnungen insgesamt um rund 80 000 Euro beziehungsweise 18 Prozent überschritten, wie mehrfach bemängelt wurde.

Fast eine Punktlandung wurde bei der Vergabe der Kunststofffläche (Los 2) für den so genannten Funpark für Ballspiele aller Art erzielt. Einstimmig hat der Gemeinderat beschlossen, diesen Auftrag für 88 170 Euro an den günstigsten von fünf Bietern, die Firma Flor Design aus Freiburg, zu vergeben. Die Kostenberechnung lag hier bei 87 000 Euro.

Einstimmig abgesegnet wurden auch die Arbeiten für die Pumptrack-Anlage (Los 3), die in Abstimmung mit dem Arbeitskreis „ak jugend binzen“ skatergerecht umgeplant und vergrößert wurde. Dieser Auftrag geht für 94 480 Euro an die Firma Pumptrack in Augsburg.

Die Kostenberechnung von 71 950 Euro wurde hier um mehr als 30 Prozent überschritten. Die Aufhebung einer Ausschreibung wegen Unwirtschaftlichkeit ist bereits ab einer Überschreitung von 20 Prozent möglich. Allerdings waren die anderen vier Angebote noch teurer. Und das Gremium ging nicht davon aus, bei einer nochmaligen Ausschreibung bessere Preise erzielen zu können. Die Firma sei als leistungsfähig und zuverlässig bekannt, hieß es.

Auf der Suche nach Einsparpotenzialen blieben daher nur die Garten- und Landschaftsbauarbeiten für den Fitnesspark (Los 1). Hier war die Firma Pfefferle aus Münstertal mit 380 250 Euro der günstigste Bieter. Die Kostenberechnung von 314 800 Euro wird um gut 20 Prozent überschritten. Allerdings erklärte sich das Unternehmen bereit, auf Einsparvorschläge flexibel zu reagieren.

Entsprechende Vorschläge unterbreitete am Donnerstag Jana Gummlich vom Planungsbüro Wermuth dem Gremium. Das Büro hatte nach günstigen Alternativen gesucht, die möglichst nicht wehtun. Unangetastet bleiben sollte deshalb der Fitnessparcours mit Trainingsgeräten, die auf alle Muskelgruppen abgestimmt sind.

Stattdessen stand im Raum, auf einige der geplanten Sitz- und Liegebänke sowie auf zwei der zum Arrangement gehörenden Abfallbehälter zu verzichten.

Für Verwunderung sorgte der Stückpreis der Abfallbehälter, der mit Montage bei 2600 Euro liegt. Einstimmig wurde deshalb beschlossen, zunächst vor Ort zu prüfen, ob es hierfür nicht günstigere Alternativen gibt.

Separat abgestimmt wurde auch darüber, ob auf jeweils zwei der geplanten Sitz- und Liegebänke für jeweils rund 3000 Euro verzichtet werden kann. Mit sieben zu sechs Stimmen fiel die Entscheidung knapp dafür aus, lieber gleich das Gesamtpaket zu buchen. Ein späterer Zukauf von weiteren Bänken käme am Ende wahrscheinlich teurer, so die Argumentation.

Mit fast 13 300 Euro relativ hoch angesetzt waren die Kosten für die Rasenpflege und die Mahd auf dem Gelände. Diese Arbeiten soll nun der Werkhof übernehmen. Dadurch könne sicherlich die Hälfte eingespart werden, hieß es.

Die hohen Angebotspreise führt die Verwaltung ganz allgemein auf die starke Auslastung der Firmen zurück, die ihrerseits mit gestiegenen Einkaufspreisen und kurzen Bindungsfristen zu kämpfen hätten.

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