Binzen Sportlich betätigen im Freien

Nach der verspäteten Bürgerversammlung im September zur Gestaltung der Sport- und Freizeitanlage auf dem Sportareal West in Binzen hat jetzt der Gemeinderat das Vorhaben auf den Weg gebracht. Über Einzelheiten informierte am Donnerstag der mit der Planung beauftragte Landschaftsarchitekt Ralf Wermuth. Die Gesamtkosten werden mit 565 000 Euro beziffert.

Von Alexandra Günzschel

Binzen. Von Anfang an in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden war der Arbeitskreis Jugend. Wermuth erklärte, dass ein nachhaltiges Angebot geschaffen werden soll, und man deshalb von Trendsportarten Abstand genommen habe. Im nördlichen Bereich, hinter dem Sportlerheim, ist ein Fitnesspark mit Parcours vorgesehen, ergänzt durch einen Bereich mit Geräten für Krafttraining. Daran anschließen soll sich ein kleiner Platz mit überdachter Bühne, der sich für Aufführungen eignet.

Ein Multifunktionsplatz mit Kunststoffbelag für diverse Ballsportarten bildet sozusagen das Herzstück des geplanten Funparks. Südlich daran werden sich die Skateranlage und der asphaltierte Pumptrack anschließen. Es wird darüber nachgedacht, den Pumptrack in den geplanten Grünpark hinein zu erweitern und die Skateranlage in den Track zu integrieren. Auf eine WC-Anlage wird verzichtet, da das Sportlerheim über Sanitäranlagen verfügt. Überdachungen und Beschattungen sind nicht vorgesehen.

Nur ein Bauabschnitt

Die Realisierung der Sport- und Freizeitanlage wird in nur einem Bauabschnitt erfolgen. Wermuth rechnet damit, dass der Funpark schon Ende nächsten Jahres in Betrieb genommen werden kann. Alternativ schlug er eine Eröffnung erst im Frühjahr 2022 vor, was den Bauarbeiten mehr Zeit geben würde.

Dass die Jugendlichen in den Prozess der Umsetzung eingebunden werden sollen, schlug Oliver Baumert vor. In dieser Richtung äußerten sich auch Frank Krumm und Regina Barwich. Um Kosten zu sparen, wollte Baumert gegebenenfalls auf die Fitnessgeräte verzichten. Auch Gerhard Aenis bezweifelte, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann.

Diana Duhalt-Nestle betonte, dass es wichtig sei, den jungen Leuten eine Möglichkeit zu geben, sich im Freien zu betätigen. Alice Bucher lobte das „tolle Konzept“ und sprach sich explizit für die Bauarbeiten „in einem Rutsch“ aus. Auch die Älteren im Blick hatten Frank Krumm und Nadja Lützel. Krumm etwa sah den Funpark als mögliches Ziel für die Bewohner der Seniorenwohnanlage.

Auch Geräte für Ältere

Wermuth zeigte sich optimistisch, den Kostenrahmen einhalten zu können. „Wir bauen viele Multifunktionsplätze“, verwies er auf die Erfahrung seines Büros. Bei der Einbindung von Jugendlichen sah er Grenzen, dort, wo es um Haftungsfragen geht. Für die ältere Bevölkerung könne man Geräte einplanen, meinte er. Aber auch der noch nicht in der Kostenschätzung enthaltene Bouleplatz würde sich für Senioren anbieten.

Gegen möglichen Vandalismus will man auf soziale Kontrolle und eventuell Kameras setzen. Auch ist von Süden her eine Einzäunung geplant, die Krumm lieber mit Holzlatten als mit Maschendraht umgesetzt sähe. Sein Vorschlag wurde aufgenommen.

Der Gemeinderat stimmte zu, die zusätzlich erforderlichen Mittel für den Funpark in Höhe von 415 000 Euro im Haushalt 2021 bereitzustellen. Darüber hinaus wurde beschlossen, die ältere Bevölkerung nach ihren Bedürfnissen zu fragen und die Jugend nach Möglichkeit in die Umsetzung mit einzubinden.

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