Binzen Sportplatz für zwei Wochen abgesperrt

Vorerst kein Zutritt mehr für alle Foto: Günzschel

Binzen (ag). Für Diskussionsstoff sorgte eine Bekanntgabe von Bürgermeister Andreas Schneucker in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Der Bürgermeister verkündete, dass er in Absprache mit dem TuS-Vorstand beschlossen hat, den Sportplatz für zwei Wochen abzusperren. Hintergrund waren erneute Vorfälle von Vandalismus und Vermüllung. „So schlimm war es noch nie. Der Platz wurde kaputt gemacht. Wir müssen unser Eigentum schützen“, begründete Schneucker die harte Entscheidung. Auch sei die soziale Kontrolle auf die Öffnungszeiten des Sportheims begrenzt, erklärte er.

Ratsmitglied Frank Krumm betonte, dass eine so weitreichende Entscheidung entsprechend kommuniziert werden müsse. Auch kritisierte er, dass auf diese Weise alle bestraft würden. Krumm schlug vor, mit den Kindern und Jugendlichen Müll einzusammeln. Der Sportplatz müsse nach zwei Wochen wirklich wieder geöffnet werden, betonte er.

Oliver Baumert wollte über Alternativen nachdenken. Eine dauerhafte Lösung könne dies nicht sein, meinte er. Einen kurz- und mittelfristigen Plan für das Problem forderte auch Krumm ein. Er war der Meinung, dass Abschließen nicht viel bringt. „Die Jugendlichen werden über den Zaun klettern“, war er sich sicher.

Alice Bucher plädierte für eine öffentliche Bekanntmachung der Gründe. Und auch Martin Weckerle meinte: „Da sollte ein Riesenplakat dran hängen, dass erklärt, warum und wieso.“ Auch Bilder der Zerstörungswut zur Illustration konnte er sich vorstellen.

Verständnis für die Maßnahme äußerte Regina Barwich. Dadurch würden die Nutzer sensibilisiert. „Vielleicht schreiten die Vernünftigen in Zukunft eher ein.“

Schneucker gab zu, noch keinen Plan zu haben. Es sei darum gegangen, irreparablen Schaden am Gelände zu verhindern. Er habe sich massiv geärgert.

Die Maßnahme soll nun aber entsprechend kommuniziert werden.

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