Binzen Staunen, informieren und einkaufen

Binzen - Wetterglück war dem Frühlingsmarkt Binzen diesmal nicht beschieden. Immerhin blieb es einigermaßen trocken, so dass der Publikumsverkehr gestern gegen Mittag allmählich anzog. Und zum Aufwärmen standen ja die diversen Einrichtungshäuser, der Baumarkt und andere Betriebe bereit, die sich mit Sonntagsverkauf oder Führungen am Marktgeschehen beteiligten.

Eröffnet wurde der Frühlingsmarkt am Samstag beim Autohaus Stoll im Beisein vieler Gäste und unter Mitwirkung der Zollkapelle. Bürgermeister Andreas Schneucker konnte unter den Gästen auch Christoph Hoffmann (MdB), Josha Frey (MdL), seinen Vorgänger Uli May sowie viele seiner Kollegen aus den Nachbargemeinden begrüßen.

„Der Frühlingsmarkt lenkt den Blick auf eines der wichtigsten Fundamente einer Gemeinde, nämlich die Wirtschaft“, betonte Schneucker. Die Binzener Gewerbeschau vermittle den Bürgern ein Bild von ihrer Leistungskraft, führte er weiter aus und freute sich darüber, dass beim 15. Frühlingsmarkt so viele Aussteller wie noch nie dabei waren. 56 Aussteller, neun Vereine und sieben Musikformationen konnte Schneucker als Mitwirkende nennen. Sein besonderer Dank galt der „IG Lebendiges Binzen“ als Veranstalter mit Klaus-Michael Effert an der Spitze.

Effert wiederum bedankte sich für die Unterstützung durch die Gemeinde, die über den Standard hinausgehe. Im Namen der Gewerbetreibenden kündigte er Spenden für die neuen Sportplätze und den Musikverein an.

Schon am Samstag war einiges geboten auf dem Festgelände. Nicht zu übersehen war diesmal die Bundeswehr, die mit einem großen Informationstruck und einem nicht minder beeindruckenden Flugplatzlöschfahrzeug aus dem Jahr 1988 gekommen war. Dazwischen demonstrierte das ABC-Abwehrbataillon aus Bruchsal mit diversen Geräten und Schutzanzügen, was im jeweiligen Ernstfall zu tun ist.

„Wir wollen zeigen, was wir leisten können“, erklärte dazu der Lörracher Karriereberater Erich Kimmig. Bei ihm kann man sich über 50 Ausbildungsberufe – auch zivile – bei der Bundeswehr informieren. Darum gehe es aber nicht in erster Linie. Vielmehr wolle man wieder mehr mit der Bevölkerung in Kontakt kommen. Denn der Bezug zur Bundeswehr habe unter der Abschaffung der Wehrpflicht gelitten, sagte er.

Mit Tauchfahrzeug und Rettungsboot präsentierte sich ein paar Meter weiter die DLRG Weil am Rhein. Die ehrenamtlichen Rettungstaucher machten klar, dass sie auf Spenden angewiesen sind, und die seien in letzter Zeit zurückgegangen. Aber auch das DRK und das THW präsentierten sich beim mittlerweile etablierten Programmpunkt „Schutz & Rettung“.

Die Firma VascoMed hatte anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens zu Betriebsführungen eingeladen, was auch rege genutzt wurde. Produktionsleiter Martin Weisshaar zeigte sich stolz auf den neuen Reinraum. Dort werden die fertigen Herzkatheter gereinigt und verpackt – ein sehr sensibler Vorgang, weshalb dieser Raum nur über eine Schleuse zugänglich ist.

Ein immer wieder gern gesehener Gast beim Frühlingsmarkt ist der ADAC, der Interessierte mit einem Überschlagssimulator zum Nachdenken bringt. Der Überschlag geht langsam und gut angeschnallt vonstatten. Anja Krause vom ADAC berichtet, dass sich gerade junge Leute von der Simulation beeindruckt zeigten. „Man möchte nie in die Situation kommen, das schneller zu erleben“, sagte sie.

Eine weitere Attraktion war am Sonntag das Oldtimer-Treffen bei der Firma Resin. Das Stelldichein der alten Autos stieß auf viele Bewunderer. Ganz in der Nähe hatte sich auch der Weiler Lions Club mit einem Ostereier-Gewinnspiel positioniert. Unterstützt werden sollen unter anderem Grundschulen in der Region, der Tafelladen und das Frauenhaus.

Zwischen all den Attraktionen gab es auch wieder reichlich Gelegenheit, sich bei musikalischer Unterhaltung zu stärken. Dass sich das Verkehrschaos diesmal in Grenzen hielt, war sicher auch dem kostenlosen Bus-Shuttle-Service zu verdanken.

FOTOGALERIE Weitere Fotos unter www.dieoberbadische.de

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