Binzen Überbelegung in Kinderschule zeichnet sich ab

 Foto: Weiler Zeitung

Binzen (ag). Für das Kindergartenjahr 2020/21 muss die Gemeinde Binzen für die Kinderschule einen Antrag auf Überbelegung stellen. Die Chancen stehen der Verwaltung zufolge gut, dass er auch genehmigt wird.

Die Ausgangslage: Die Betriebserlaubnis gilt nur für 90 Plätze. Nach aktuellem Stand geht man jedoch von einem Bedarf von 93 Plätzen aus. Im Kindergartenjahr 2021/22 dagegen wird sich die Situation aller Voraussicht nach wieder entspannt haben. Ab September 2021 wird nur noch mit 83 Kindern gerechnet.

Die Kinderschule Binzen hat genug Personal und ist für die kommenden zwei Betriebsjahre gut aufgestellt, dies allerdings vor dem Hintergrund einer räumlichen Zusammenlegung. Denn es soll vorerst nur das Nord-Haus genutzt werden.

Das Süd-Haus, der frühere Oberlin-Kindergarten, steht derzeit leer. Auch weist das Außengelände dort kleinere Mängel auf, die nun in Ruhe beseitigt werden können.

Benötigt wird von der Kinderschule lediglich ein Gruppenraum im Süd-Haus als Schlafraum für die Krippenkinder. Denn es wurde bei einer Begehung mit Vertretern der KVJS (Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg) und der Unfallkasse festgestellt, dass der bisherige Schlafraum nicht schalldicht ist.

Über diese und weitere Neuigkeiten berichtete in der jüngsten Gemeinderatssitzung Miriam Madiou von der Kinderschule Binzen in Vertretung der Kindergartenleiterin Edith Essl.

Bürgermeister Andreas Schneucker informierte darüber, dass viele Erzieherinnen in Teilzeit arbeiten. „Wir stimmen solchen Anträgen in der Regel zu, weil wir die Mitarbeiter halten wollen“, erklärte er. Große Veränderungen durch das Neunbaugebiet „Kandergrund“ erwartet er in den kommenden zwei Jahren nicht, auch vor dem Hintergrund, dass dort nicht ausschließlich Familien mit Kindern einziehen werden. „Nachfragen aus anderen Gemeinden können wir nicht mehr befriedigen“, stellte Schneucker zudem klar.

„Was machen wir, wenn plötzlich drei Familien mit Drillingen kommen“, fragte Frank Krumm nach einem „Plan B“, da man sich auch darauf verlässt, dass Zu- und Wegzüge sich in der Regel die Waage halten. „Es gibt keinen Plan B, weil wir nicht genügend Erzieher haben“, so die ernüchternde Antwort des Bürgermeisters.

Oliver Baumert konnte nicht verstehen, dass das Haus Süd trotz Überbelegung praktisch leer steht. „Es ist einfacher, wenn alle unter einem Dach sind, gerade bei einer Unterbesetzung“, erklärte dazu Miriam Madiou.

Der Gemeinderat erklärte sich mit den Vorschlägen der Verwaltung zum Vorgehen einverstanden.

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