Binzen „Unaufgeregt und souverän“

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Binzen (mcf). Der Impfstützpunkt in der Binzener Gemeindehalle hat am Montag eine erfolgreiche Premiere hingelegt. Während morgens die Mitglieder von Blaulichtorganisationen und einige Bürger dran waren, waren nachmittags die Termine per vorheriger Online-Anmeldung belegt worden. Ein Blick auf die Statistik zeigte aber, dass vor allem Booster-Impfungen anstanden. Es wurden alle rund 600 verfügbaren Termine gebucht.

Das Impfteam arbeitet derzeit aber ohne Computer, wie Kreis-Sprecher Torben Pahl erklärt. „Weil die IT-Infrastruktur vom Land noch nicht vollständig zur Verfügung gestellt werden konnte, müssen Geimpfte in Binzen und an den Tagen zuvor in Rheinfelden und Steinen ihre digitalen Impfnachweise in einer Apotheke ausstellen lassen.“ Der Ausbau der Impfkapazitäten sei derweil in vollem Gange. Als große Herausforderung erweist sich derzeit die Gewinnung von Verwaltungshelfern sowie Gesundheitsfachpersonen.

„Ich finde es schön, dass der Impfstützpunkt insgesamt gut gestartet ist“, hofft Dominik Kiesewetter, Geschäftsführer des Verwaltungsverbands Vorderes Kandertal, nun darauf, dass sich das herumspricht. Im Gegensatz zu den Impfungen ohne festen Termin in Weil am Rhein oder auch in Lörrach, wo Menschen lange in Warteschlagen anstanden, ging es mit der vorherigen Anmeldung reibungslos über die Bühne. „Die Terminvergabe funktioniert.“ So sei auch gewährleistet, dass die Menschen nicht draußen vor der Tür in der Kälte verharren müssen.

„Sehr unaufgeregt und souverän“, werde agiert, lobte der Verbandsgeschäftsführer die Impfteams im Gespräch mit unserer Zeitung. Der neue Impfstützpunkt ist organisatorisch an das Klinikum Freiburg angegliedert, wird aber direkt im Landkreis Lörrach stationiert und von hier koordiniert. Mehrere Menschen haben sich laut Kiesewetter auch bereits für das Angebot bedankt. Mit den Hausärzten sei abgesprochen, dass Ältere oder Patienten mit Vorerkrankungen in den Praxen geimpft werden sollen, die übrigen Interessierten hingegen auf die Impfstützpunkte verwiesen werden.

Denn in Binzen wird bis auf Weiteres das Impfangebot alle zwei Wochen, also in den geraden Kalenderwochen, von 14.30 bis 19.30 Uhr unterbreitet. So soll auch verhindert werden, dass Menschen Angst bekommen, nichts vom Impfstoff abzubekommen. „Die Routine ist gut.“

Ohne Probleme verlief am Montag die Arbeit auch für das heimische DRK, wie Knut Nabbefeld am Nachmittag vor Ort eine Zwischenbilanz zog. „Alles ruhig und sehr entspannt“, sei es.

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