Binzen Wie sicher ist die Kreiselkunst

Das Kunstwerk im „Dreispitz“-Kreisel bei Binzen hat schon für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt geht der Versuch einer Kompromissfindung in die nächste Runde. Foto: Alexandra Günzschel

Binzen - Nächste Runde beim Dreispitz-Kreisel: Um das Kreiselkunstwerk „Dreispitz“ in Binzen erhalten zu können, forderte ein Gutachten ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Risikominimierung.

Um Kosten zu sparen, schlug die Gemeinde reduzierte Maßnahmen vor, die jedoch voraussetzen, dass die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer nicht mit überhöhter Geschwindigkeit in den Kreisverkehr hineinfahren.

In Absprache mit dem Gutachter gilt nun ab sofort für bis zu einem Jahr befristet eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde. Während dieser Zeit wird an allen drei Einfahrten zum Kreisel die tatsächliche Geschwindigkeit der Fahrzeuge durch die Gemeinde Binzen erfasst.

Diese Daten dienen als Grundlage für die Entscheidung, welche Variante an Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden kann. Dabei geht es vor allem um die Frage, welche Art von Anprallschutz notwendig ist, um die Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfällen zu schützen.

Ende dieses Jahres wird das Landratsamt Lörrach gemeinsam mit der Gemeinde Binzen eine erste Bewertung vornehmen und entscheiden, ob der Testbetrieb fortgesetzt wird oder mit der Umsetzung der vom Gutachter geforderten Sicherheitsmaßnahmen begonnen wird.

Hintergrund: Nachdem ein externes Gutachten zu dem Schluss kam, dass der Dreispitz-Kreisel ein zu großes Risiko für die Verkehrsteilnehmer darstellt, musste das Landratsamt als zuständige Verkehrsbehörde Mitte 2017 die Beseitigung der Kreisel-Skulptur anordnen, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamts.

In der Folgezeit kam es vor dem Landtag Baden-Württemberg zu einem Petitionsverfahren mit dem Ziel, den Dreispitz zu erhalten. Im Rahmen dieses Petitionsverfahrens fertigte das zuständige Ingenieurbüro ein weiteres Gutachten an, in dem ein Bündel an Sicherheitsmaßnahmen für eine akzeptable Risikominimierung erarbeitet wurden, um eine Beseitigung der Kunstskulptur zu umgehen.

Eine der geforderten Maßnahmen ist die Installation von geprüften, zurückleitenden Anpralldämpfern auf den Fahrbahnteilern aller drei Kreiszufahrten.

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