Binzen Wissenswertes an jeder Station

Frank Krumm (links, rote Jacke) erklärt den Teilnehmern der Rebbegehung, was bei der Böschungspflege alles zu beachten ist. Mit dabei war als Gastgeber auch Bürgermeister Andreas Schneucker (vorne, blaue Jacke). Foto: Alexandra Günzschel

Binzen - Zu einer Begehung in den Reben hatte die Gemeinde Binzen eingeladen. Der lehrreiche, gut zweieinhalbstündige Spaziergang, der an der Hinkelsteinhütte gemütlich mit Grillwürsten und Getränken ausklang, fand rund 30 interessierte Teilnehmer. Auf dem Spaziergang erfuhren sie viel über die verschiedenen Aktivitäten in und um den Rebberg.

Jäger, Winzer, Naturschützer sowie Vertreter des Arbeitskreises „ak jugend binzen“, der sich um die Böschungspflege in den Reben kümmert, erläuterten an den diversen Stationen die Fortschritte ihrer Arbeit. Mit von der Partie war auch Simona Mossmann, Geschäftsführerin des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) im Landkreis Lörrach, bei dem die Gemeinde Binzen Mitglied ist. In Binzen kümmert sich der Verband vor allem um die Pflege der Streuobstwiesen und eine Mahd im Sinne der Arterhaltung.

Über die Fortschritte, die die Böschungspflege macht, berichteten unter anderem Frank Krumm, Forstwirt und Gemeinderat aus Binzen, sowie der lokale Winzer Stefan Schweigler. Sie machten deutlich, dass es mit dem Bepflanzen nicht getan ist. Die Gewächse müssten auch regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Brombeerbüsche sind nicht erwünscht, da sie die Kirschessigfliege anlocken könnten. Stattdessen wurden beispielsweise Kopfweiden gepflanzt – ein attraktiver Lebensraum für viele Tiere, etwa holzzersetzende Insekten, und obendrein recht selten in der Region, wie Mossmann erklärte.

Auch beim Bammerthüsli im Schlattberg wurde Halt gemacht. Das fast vergessene Kleinod in den Reben wird derzeit aufwendig saniert, um es für Freizeitzwecke wieder nutzbar zu machen. Es gebe schon viele Ideen, berichtete Oliver Baumert, Gemeinderat und Architekt, der an der Sanierung mit Jugendlichen federführend beteiligt ist. Gleich neben der Hütte befindet sich ein kleines Wäldchen. Dazu hatte Hans Elmsheuser, einer der Jagdpächter im Revier, einiges zu berichten.

Auch dem Naturschützer Franz Preiss (Nabu) wurde auf seinem Grundstück ein Besuch abgestattet, wo er der Geburtshelferkröte mit Erfolg zu optimalen Lebensbedingen verhilft. Vom nicht ganz einfachen Kampf gegen die wilde amerikanische Rebe berichtete Michael Biersack. Die Ausbreitung der Pflanze ist unerwünscht, weil sie der Reblaus Tür und Tor öffnen könnte.

Über die einzelnen Stationen werden wir noch ausführlich berichten.

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