Coronavirus-Krise DFB-Direktor Bierhoff glaubt an Wertewandel

Hofft auf einen Solidarisierungseffekt in der Corona-Krise: DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Foto: Marius Becker/dpa Foto: dpa

Berlin - DFB-Dirketor Oliver Bierhoff glaubt an einen länger anhaltenden Solidarisierungseffekt im Profi-Fußball auch nach dem Ende der Corona-Krise.

"Ich glaube, im Fußball wird das auch noch mal deutlicher, dass das Wichtigste das Spiel ist. Dass es stattfindet, dass wir Freude daran haben, dass das Schöne im Spiel immer wieder transportiert wird", sagte der 51-Jährige RTL/ntv-Redaktion. Eigeninteressen, die durch starken Kommerz und eine hohe Öffentlichkeitswirksamkeit in den vergangenen Jahren entstanden seien, könnten abnehmen. Möglicherweise werde häufiger gesagt: "Wir sind in der Krise, wir müssen zusammenhalten", meinte Bierhoff.

Derzeit fühle er sich an seine Zeit als Profi in Italien erinnert. "Natürlich werden die Preise runtergehen, genau wie die Gehälter. Ich habe ähnliches mal in Italien erlebt. Als ich 1991 kam, florierte die Wirtschaft. Es war überall genug Geld da und es wurde ausgegeben. Und irgendwann kamen die Manipulationen, auf einmal wurden auch bei kleinen Vereinen Schwarzgelder aufgedeckt. Die Wirtschaft brach zusammen, viele Skandale gab es. Und da gab es eine Bereinigung bei Vereinen bei Gehältern um 50 Prozent. Und das ging dann auch", sagte Bierhoff.

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