Berlin - Der drastische Anstieg der genehmigten Rüstungsexporte im ersten Halbjahr sorgt für Unmut. SPD-Rüstungsexperte Thomas Hitschler kritisiert vor allem, dass immer noch Rüstungsgüter an Staaten geliefert werden, die am Jemen-Krieg beteiligt sind. Er sehe keine Grundlage für Rüstungsexporte in diese Region. Grüne und Linke werfen der Regierung einen Bruch des Koalitionsvertrags vor. Laut Wirtschaftsministerium wurden bis Juni Rüstungsexporte im Wert von 5,3 Milliarden Euro genehmigt. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum und mehr als im gesamten Jahr 2018.