Berlin - Vizekanzler Olaf Scholz begründet seine Bereitschaft zur Kandidatur für den SPD-Vorsitz mit dem mangelnden Interesse prominenter Genossen an dem Amt. Es tue der SPD nicht gut, wenn es so rüberkomme, als ob sich keiner traue. "Das stimmt ja nicht. Auch nicht für mich", sagte Scholz der "Bild am Sonntag". Scholz hatte unter Verweis auf sein zeitraubendes Regierungsamt eine Kandidatur lange ausgeschlossen. Seine Kehrtwende begründete er nun so: Er bewerte die Lage neu. Viele von denen, die er gern an der Spitze gesehen hätte, kandidieren nicht. Das könne er nicht ignorieren.