Berlin - Finanzminister Olaf Scholz hat sich erstmals näher zu seiner Kandidatur für den SPD-Vorsitz geäußert. Wochenlang hatte er das mit Verweis auf sein zeitraubendes Regierungsamt ausgeschlossen. Seine Kehrtwende begründet er jetzt mit dem mangelnden Interesse prominenter Genossen an dem Spitzenamt. "Es tut der SPD nicht gut, wenn es so rüberkommt, als ob sich keiner traut", sagte er der "Bild am Sonntag". "Ich bin nicht eitel genug, um mich für den einzig Richtigen zu halten. Aber ich bewerte die Lage neu."