Efringen-Kirchen Abschied aus der Seelsorgeeinheit

Istein/Kandern - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Gemeindereferentin Bettina Wittmer ihrem Wechsel nach Freiburg entgegen. Denn auf der einen Seite freut sie sich auf die neuen Herausforderungen, auf der anderen Seite wird ihr die Seelsorgeeinheit Kandern/Istein fehlen.

Seit 2018 war Bettina Wittmer als Gemeindereferentin in der katholischen Seelsorgeeinheit Kandern/Istein tätig. Noch bis Mitte August ist sie vor Ort, dann steht der Wechsel nach Freiburg an. Für Wittmer bedeutet ihr neuer Arbeitsplatz eine Erleichterung im Alltag, da sie bereits in Freiburg wohnt und damit das Pendeln entfällt.

Zugleich aber bedauert sie den Weggang, denn die Menschen in der Region sind ihr ans Herz gewachsen. Bereits den Einstieg hatten ihr die Kanderner und Isteiner durch ihre herzliche Art sehr erleichtert, blickt Wittmer zurück.

Auf die Corona-Krise eingestellt

Auch hätte sie gerne noch das eine oder andere Projekt in die Tat umgesetzt, wie etwa eine Reise nach Israel und Palästina. Alles war dafür schon vorbereitet – dann aber machte die Corona-Krise die Pläne zunichte. Die Pandemie brachte auch ihren Arbeitsalltag in der Seelsorgeeinheit Kandern/­Istein durcheinander.

Glücklicherweise aber, so sagt Wittmer, habe sie bald neue, an die Situation angepasste Angebote entwickeln können. Das „Steckenpferd“ wurde dabei das Taizé-Gebet übers Internet.

Auch personelle Wechsel hat Bettina Wittmer seit 2018 begleitet. Denn als sie in Kandern/Istein anfing, wirkte dort noch Pfarrer Josef Dorbath. Seit Oktober 2019 arbeitete sie dann mit Pfarrer Martin Karl zusammen.

Wittmers Tätigkeiten in der Seelsorgeeinheit waren vielseitig und umfassten die Vorbereitung auf wichtige Stationen im Leben der hier lebenden Katholiken, beschreibt sie. An ihrer neuen Wirkstätte wird es die Vielfalt in dieser Form zwar nicht mehr geben, dafür wird sie sich dort weniger Tätigkeiten tiefgehender widmen.

Die Vielseitigkeit ihrer hiesigen Tätigkeit sei auch auf die topografische Größe der Seelsorgeeinheit zurückzuführen. Gerade am Anfang sei es dabei nicht immer leicht gewesen, sich zurechtzufinden. „Ohne Navi wäre ich aufgeschmissen gewesen“, blickt sie auf ihre ersten Wochen in der Seelsorgeeinheit Kandern/Istein und den Besuch der vielen Dörfer zurück.

Nachdem Wittmer zunächst vor allem in einem Büro in Kandern gearbeitet hatte, hatte sie ihren Arbeitsplatz später in erster Linie in Istein. „Es hält sich die Waage“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung.

Frage nach Nachfolge derzeit noch offen

Die Stelle der scheidenden Gemeindereferentin wird zunächst voraussichtlich einige Monate vakant bleiben, da sich noch niemand für die Nachfolge beworben habe. Allerdings berichtet Wittmer auch, dass es nächstes Jahr zwei Jahrgänge von Berufsanfängern geben wird. Daher stehen die Chancen dafür, dass ein Nachfolger gefunden wird, mittelfristig nicht schlecht.

Weitere Informationen: Die Verabschiedung von Bettina Wittmer findet am Samstag, 31. Juli, 18 Uhr, in Kandern und am Sonntag, 1. August, in Istein statt.

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