Efringen-Kirchen Angebot reicht auch ohne Ausbau

Efringen-Kirchen -  Positive Nachrichten hatte die Kindergartenbeauftragte der Gemeinde Efringen-Kirchen, Nicole Fischer, am Montag im Verwaltungsausschuss zu verkünden. So werde der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen bis zum Jahr 2024 zwar zunehmen. Allerdings stünden genügend Plätze zur Verfügung, ein Ausbau des Angebots müsse trotz der Baugebiete in Istein, Egringen und Huttingen und des damit verbundenen möglichen Zuzugs von Familien nicht angestrebt werden. Allerdings sei eine Anpassung der Gebühren notwendig (siehe unten stehenden Artikel).

In den sechs Kindergärten der Gemeinde Efringen-Kirchen sind 20 Plätze für Kinder zwischen einem und drei Jahren vorhanden, 38 weitere Kinder unter drei Jahren werden bei acht Tagespflegepersonen in Efringen-Kirchen und den umliegenden Gemeinden betreut. 370 Plätze für Kinder zwischen dem dritten Lebensjahr und dem Schuleintritt gibt es, wie Fischer in ihrem Überblick über den Ist-Zustand sagte.

Generell schwanke der Bedarf an Plätzen im U3-Bereich sehr stark, da viele Eltern ihr Kind anmelden, dann aber aufgrund etwa von Wegzug auf den ihnen zugesagten Platz verzichten würden. Derzeit werde bei den Kleinkindern (U3) keine Warteliste geführt, legte Fischer dar. Z

udem werden jährlich zwischen 15 und 20 Kinder aus Efringen-Kirchen in Betreuungseinrichtungen in umliegenden Kommunen betreut. Die Gemeinde Efringen-Kirchen bezahlt dafür einen Kostenausgleich an die betreuende Kommune. „Die Anzahl der vorhandenen Plätze in den Kindergärten in Efringen-Kirchen und der Betreuung von Kindern in der von uns bezuschussten Tagespflege entspricht einer Angebotsquote von 33 Prozent“, erläuterte Fischer.

Die landesweiten Vorgaben sehen einen Ausbau der Angebotsquote auf landesdurchschnittlich 34 Prozent vor. Damit sei man in Efringen-Kirchen auf einem guten Weg, sagte die Kindergartenbeauftragte.

Bedarfsspitzen von Mai bis August

Bedarfsspitzen würden allerdings im Kindergartenbereich in den Monaten Mai bis August erreicht, da Kinder, die in die Schule kommen, dann noch den Kindergarten besuchen, während die Kinder, die im laufenden Kindergartenjahr drei Jahre alt werden, bereits nachgerückt sind. „Im Jahr 2022 liegt die voraussichtliche Spitze im August bei 20 fehlenden Plätzen, im September sind dann wiederum 50 Plätze verfügbar“, schilderte Fischer. Im Jahr 2023 liegt die Spitze im August voraussichtlich bei etwa 35 fehlenden Plätzen, im September sind dann 65 Plätze verfügbar.

Diese Bedarfsspitzen könnten dadurch aufgefangen werden, dass die Aufnahme von Kindern in den Kindergarten auf September verschoben wird. In Ausnahmefällen sei auch eine Überbelegung der einzelnen Gruppen vertretbar, diese müsse allerdings beim Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) angemeldet werden.

Im Bereich der Kleinkindgruppe respektive Kinderkrippe im Kinderhaus werden bis zu zehn Kinder im Alter bis zu drei Jahren betreut. „Wir bieten eine Halbtagsbetreuung mit 5,5 Stunden und verlängerte Öffnungszeiten mit sieben Stunden Betreuungszeit an“, sagte Fischer.

Die Regelbetreuung (RG) in den Kindergärten Blansingen und Egringen umfasst eine Vor- und Nachmittagsbetreuung mit Unterbrechung am Mittag. Geboten wird eine Betreuung von durchschnittlich sechs Stunden am Tag für Kinder von drei bis sechs Jahren.

In den Kindergärten Istein und Huttingen gibt es für Kinder von drei bis sechs Jahren eine Vormittagsbetreuung von 5,5 Stunden und in der verlängerten Öffnungszeit von sieben Stunden.

Sicherheit in der Belegungsplanung wird erreicht, indem künftig im Januar oder Februar eines jeden Jahres das kommende Kindergartenjahr geplant wird und die Zusagen versendet werden. Dieses Vorgehen wurde im Frühjahr erstmals erprobt und von allen Leiterinnen als sinnvoll und gut erachtet, so Fischer.

Alle Ausbildungsplätze konnten besetzt werden

Im Kinderhaus und im Kindergarten Wintersweiler werden die Kinder von drei bis sechs Jahren aller Betreuungsformen in einer Gruppe betreut. Hier wird eine Vormittagsbetreuung von 5,5 Stunden, die verlängerte Öffnungszeit von sieben Stunden und die Ganztagsbetreuung mit 9,5 Stunden angeboten.

Obwohl gute Fachkräfte laut der Kindergartenbeauftragten schwer zu finden sind, konnten erstmals alle Ausbildungsstellen besetzt werden. Dies sei seit der Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze im Jahr 2018 noch nie der Fall gewesen. „Im kommenden Schuljahr werden wir im Kindergarten Wintersweiler und im Kinderhaus zwei Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung, eine Studentin im Dualen Studium Bachelor of Arts Kindheitspädagogik und drei Anerkennungspraktikanten ausbilden“, sagte Fischer. Eine vierte Anerkennungspraktikantin komme eventuell noch hinzu, womit alle Ausbildungsstellen besetzt wären. Allerdings sei die Besetzung freier Stellen im Erzieherbereich weiterhin schwierig. Fachkräfte könnten derzeit am effektivsten über Mundpropaganda gewonnen werden.

Der Verwaltungsausschuss stimmte der Fortschreibung der Bedarfsplanung im Anschluss an Fischers Präsentation einstimmig zu.

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