Efringen-Kirchen Auf Bestellung statt bei Auktion

Efringen-Kirchen - Normalerweise würden dieser Tage die Brennholzversteigerungen in Efringen-Kirchen und den Ortsteilen anstehen. Aufgrund der Corona-Krise können die Auktionen, zu denen immer auch ein geselliges Beisammensein gehört, dieses Jahr jedoch nicht stattfinden. Holz wurde aber trotzdem an den Mann gebracht, wie Revierförster Gerhard Schwab erklärt.

„Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind rund 680 Festmeter Brennholz lang in 178 Poltern aufgearbeitet worden, das entspricht etwa 972 Ster“, legt Schwab die Situation für Efringen-Kirchen und Schallbach dar, wo für gewöhnlich die Brennholzversteigerungen stattfinden.

423 Festmeter davon seien Buche oder Hainbuche, 160 Festmeter Esche und Ahorn sowie knapp 100 Festmeter Eiche und sonstige Baumarten. Sämtliches Holz werde in diesen drei Kategorien bewertet und verkauft, legt Schwab dar.

„Die Preise sind vier Euro über den Anschlagspreisen der letztjährigen Holzversteigerungen, für Buche – Hainbuche bei 59 Euro je Festmeter, Esche – Ahorn bei 54 Euro je Festmeter und Eiche – Sonstiges bei 49 Euro je Festmeter“, so Schwab

Verkauft wurden davon bis dato 504 Festmeter in 129 Poltern. „Es sind also noch 176 Festmeter in 49 Poltern zu haben“, legt Schwab dar.

Was den weiteren Verkauf angeht, gibt sich Schwab optimistisch: „Der Bedarf nach Brennholz ist durchaus da und ich werde das restliche bis heute aufbereitete Holz wohl mühelos vermarkten können.“ Die Menge bewege sich im durchschnittlichen Bereich und sehr wahrscheinlich wird im Laufe des restlichen Winters noch weiteres Brennholz je nach Bedarf bereitgestellt werden können, so der Revierförster.

Nur bedingt weniger Arbeit für den Revierförster

Mit Blick auf die ausfallenden Brennholzversteigerungen hatte Schwab in einer Gemeinderatssitzung Ende des abgelaufenen Jahres darauf hingewiesen, dass das Wegfallen der Veranstaltungen zwar schade sei, für ihn aber auch eine Arbeitsentlastung bedeuten können, weil weniger Wochenendtermine anfallen.

„Meine Einschätzung, dass es einfacher würde, das Brennholz frei Hand statt in Holzversteigerungen zu verkaufen, muss ich teilweise revidieren“, erklärt Schwab nun. Wohl falle an fünf Samstagen deutlich weniger Arbeit an, allerdings sei es sehr aufwendig, zu jedem Verkaufslos eine Beschreibung und einen Lageplan zu fertigen, die dann meist per E-Mail verschickt werden. „Hinzu kommt der Umstand, dass fast jeder sehr hohe Ansprüche an sein Brennholz formuliert“.

Und allzu oft sei genau der Nachbar-Polter das Objekt der Begierde, was die Zuteilung nicht einfacher mache. Zusammenfassend aber sagt Schwab: „Ich will mich aber nicht beschweren, es läuft gut.“

Nichtsdestotrotz hat der Revierförster nichts dagegen, im kommenden Jahr das Brennholz wieder in der Versteigerung anzubieten – mit allem was dazugehört.

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