Efringen-Kirchen Auf den Spuren von bekannten Heiligen

Weiler Zeitung, 19.06.2017 23:05 Uhr

Istein/Kandern. Voller Vorfreude machten sich eine 43-köpfige Reisegruppe aus der Seelsorgeeinheit Kandern-Istein von Istein aus zu einer mehrtägigen Tour auf, um in Frankreich und Norditalien Kulturschätze zu entdecken und dabei auch Spuren bekannter Heiliger zu folgen. Organisiert und geleitet wurde die Fahrt wieder von Pfarrer Josef Dorbath sowie Leo und Christa Oechsler aus Karlsbad.

Im französischen Annecy ging es zu der hoch über der Stadt gelegenen Wallfahrtskirche „La Visitation“, in der die Gebeine des Heiligen Franz von Sales, Patron der Kirche von Kandern und ehemaliger Bischof von Genf, bestattet sind. Nach einer kleinen Andacht wurde das mittelalterliche Städtchen erkundet. Auch eine Stadtführung in Turin stand auf dem Programm, dann ging es nach Moncalieri, wo der Selige Bernhard von Baden und heutige Schutzpatron des badischen Landesteiles der Diözese Freiburg in der Kirche „St. Maria della Scala“ seine letzte Ruhestätte fand.

Das Leben und Wirken Don Boscos war Thema des nächsten Vormittags. Sehr eindrucksvoll war der Besuch in der Maria–Hilf–Basilika in Turin-Valdocco, wo die Pilger anschaulich erleben durften, wie der Priester Johannes Bosco (1815 bis 1888) die salesianische Frömmigkeit in die Tat umgesetzt hat. Er widmete sein Leben vor allem bedürftigen Kindern und Jugendlichen in sehr origineller und nachahmenswerter Weise.

Sein Werk lebt heute noch in vielen Einrichtungen auf der ganzen Welt fort. In der dortigen Kirche des Franz von Sales feierte Pfarrer Dorbath mit den Kandernern und Isteinern zum Abschluss des Besuchs noch einen Gottesdienst. Bei einer Zwischenstation auf der Weiterfahrt nach Bologna durften die Reisenden nahe Parma in einer Schinkenfabrik die Spezialität verkosten.

Das faszinierende Bologna mit der Mutter aller Universitäten und den vielen Kirchen durfte die Gruppe am dritten Tag ihrer Reise bestaunen. Einer der Höhepunkte der Reise war die Fußwallfahrt, bei der von der Porta Saragozza zum Stadtheiligtum der „Madonna di San Luca“ 660 Arkaden durchquert und mehr als 440 Stufen von den Pilgern erklommen werden mussten.

Am nächsten Tag wurde Florenz angesteuert, die von der hoch gelegenen Piazza de Michelangelo aus einen unvergesslichen Anblick bot, bevor die Altstadt erkundet wurde.

Singend und betend zog die Pilgerschar am nächsten Tag, dem Primiztag ihres Pfarrers, weiter nach Padua, um die beeindruckende Basilika des Heiligen Antonius, dessen Grabstätte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besuchen. Antonius, der auch als der „Schlamperheilige“ bekannt ist, den man um Hilfe anrufen kann, wenn man etwas verloren hat, lernten die Pilger heute auch als den Patron der Liebenden und Verliebten kennen.

Nach sechs erlebnisreichen Tagen trat die Gruppe nach einem Abschlussgottesdienst in einer Kapelle der Basilika in Padua mit einer Zwischenübernachtung im Raum Verona den Heimweg an. Gestärkt in Gemeinschaft und Glauben erreichte die Gruppe wieder den Ausgangspunkt.