Efringen-Kirchen Auf Vor-Ort-Impfungen vorbereiten

Falls künftig auch dezentral geimpft werden kann, will man in Efringen-Kirchen möglichst gut vorbereitet sein.Fotos: sba Foto: Weiler Zeitung

Seit geraumer Zeit fordert die Gruppe der Ehrenamtlichen um den Verein „Lebendige Nachbarschaft Efringen-Kirchen“ (LeNa) sowie den Bürgerbus, die Möglichkeit von Impfterminen vor Ort auszuloten. Wann und ob diese tatsächlich möglich sind, müssen unter anderem die weiteren Vorgaben des Landes zeigen. Für die Ehrenamtlichen geht es zunächst darum, im Fall der Fälle vorbereitet zu sein.

Von Ingmar Lorenz

Efringen-Kirchen. Dass der Bedarf für Impfungen groß ist, verrät ein Blick auf die Zahl der eingegangenen Anfragen für die Organisation eines Termins. Die LeNa/Bürgerbus-Gruppe hilft den Bürgern, die Anspruch auch einen Impftermin haben, diesen zu organisieren. Etwa 120 Anfragen habe es bis dato gegeben, teilt der in der Gruppe engagierte Karl Rühl mit.

Den Senioren die Fahrten nach Lörrach zum Kreisimpfzentrum zu ersparen, die Impfungen zu dezentralisieren und dadurch zu einer schnelleren „Durchimpfung“ zu gelangen, stand im Zentrum der Idee für die Verabreichung der Vakzine vor Ort durch das mobile Impfteam. Um dieses Ziel zu erreichen, hatte sich die Gruppe der ehrenamtlich Engagierten seinerzeit auch an Landrätin Marion Dammann gewandt. Diese lobt in ihrer Antwort zwar den Einsatz der Gruppe, wies aber zugleich darauf hin, dass die Tätigkeiten des mobilen Impfteams zunächst auf die Pflegeheime beschränkt seien, während den übrigen Bürgern, die Anspruch auf eine Impfung haben, das Kreisimpfzentrum in Lörrach zur Verfügung stehe. Auf Anfrage unserer Zeitung heißt es beim Landratsamt, dass derzeit das mobile Impfteam weiterhin mit seiner originären Aufgabe betraut sei, in allen Pflegeheimen im Landkreis zu impfen. „Wie es danach weitergeht, hängt vor allem davon ab, welche Vorgaben das Land macht, an die wir uns halten. Erst dann kann der weitere Einsatz des mobilen Impfteams konkret geplant werden“, teilt Pressesprecher Torben Pahl mit.

So viel wie möglich im Vorfeld erledigen

Entsprechend dieses Status Quo stehen für die Gruppe der Ehrenamtlichen nun in erster Linie die Planung im Zentrum. Die Idee: Sollte sich in Zukunft tatsächlich abzeichnen, dass das mobile Impfteam vor Ort die Vakzine verabreichen kann, soll das durch die entsprechende Vorbereitung möglichst zügig und reibungslos funktionieren. Die Gruppe hat daher bereits nach einem geeigneten Ort für die Impfungen Ausschau gehalten. Dabei, so Rühl, habe sich gezeigt, dass sich die Halle in Istein eignen würde, da dort unter anderem genügend Platz zur Verfügung stehe und die Ein- und Ausgänge voneinander getrennt werden können.

Des Weiteren steht die Idee im Raum, die Beratungsgespräche bereits im Vorfeld zu führen, so dass die eigentlichen Impfungen bei einem möglichen Vor-Ort-Termin dann in relativ kurzen zeitlichen Abständen erfolgen könnten. Zu diesem Zweck will sich die Gruppe mit den rund 120 Senioren, die sich gemeldet haben, postalisch Kontakt aufnehmen und ihnen einen Fragebogen zukommen lassen.

Sollte tatsächlich die Entscheidung fallen, die dezentralen Impftermine durch das mobile Impfteam möglich zu machen, sei aber trotzdem noch nicht geklärt, wann diese tatsächlich stattfinden könnten. „Letztlich hängt das auch von der Verfügbarkeit des Impfstoffs ab“, erklärte Rühl am Rande der Gemeinderatssitzung am Montagabend.

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