Efringen-Kirchen Ausschuss legt Ergebnisse vor

Beatrice Ehrlich
Provozierte heftige Diskussionen: Die Welmlinger Brücke, jetzt voll befahrbar. Foto: Ehrlich

Efringen-Kirchen - Auf der Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung stand auch der Abschlussbericht des im April eingesetzten Akteneinsichtsausschusses. Das in diesem Zuge angefertigte Protokoll wurde der Öffentlichkeit erst im Nachgang zur Verfügung gestellt, laut Gemeindeverwaltung aus technischen Gründen. Darin heißt es, dass die neue Brücke laut Gemeinderatsbeschluss eine Breite von 3,60 und eine maximal befahrbare Breite von vier Metern haben sollte. Die maximal befahrbare Breite sei allerdings nicht in der Ausschreibung aufgeführt gewesen. In Auftrag gegeben wurden schließlich drei Meter Fahrbahnbreite zuzüglich je 30 Zentimeter „befahrbarem Schrammbord“.

Nach einem Vor-Ort-Termin mit dem beauftragten Planer, dem damaligen stellvertretenden Bauamtsleiter Marc Braun, und einem Landwirt, erfolgte auf den Hinweis hin, die Brücke könne zu schmal werden, die Ergänzung, das Geländer außen an die Brücke zu setzen und dadurch 20 bis 40 Zentimeter an „lichter Breite“ zu gewinnen. Nach der Debatte im Gemeinderat im vergangenen Dezember, bei der die Thematik der Fahrbahnbreite erneut aufgekommen war, wurde dann das Geländer mithilfe einer Zusatzkonstruktion noch einmal so verändert, dass nun tatsächlich glatte vier Meter lichte Breite erreicht werden. Die Baukosten beliefen sich laut des Berichts auf insgesamt rund 145 000 Euro.

Wie breit muss eine Brücke sein?

Rudolf Ritz (Grüne) nahm die Vorstellung des Berichts zum Anlass, noch einmal Kritik zu üben an der Brücke selbst: Wenn man davorstehe, sei es immer noch fragwürdig, warum die Brücke so schmal sei, obwohl doch die Fundamente der alten Brücke sichtbar breiter gewesen seien. Bauamtsleiter Braun präzisierte, dass trotz breiterem Fundament die alte Brücke schmaler gewesen sei, da das Geländer damals auf der Brücke angebracht gewesen sei, nicht außen.

Andere Gemeinderäte zeigten sich ärgerlich über die erneute Diskussion. Ihrer Ansicht nach sei die Brücke genau so verwirklicht worden, wie sie der Gemeinderat beschlossen habe, erklärte Andrea Wahler (CDU). Fraktionskollege Richard Ludin ergänzte, die Brücke sei für Landwirte nutzbar.

Die vereinbarte Verbreiterung des Geländers sei während des Baus unter die Räder gekommen, resümierte Karl-Friedrich Hess die Sicht weise seiner SPD-Fraktion. Ein Fehler könne passieren, dies müsse aber entsprechend kommuniziert werden. „Die Kommunikation hätte besser laufen können“, so sein Fazit.

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