Efringen-Kirchen Baumpaten stellen sich vor

So sollte die Fläche unter den Bäumen idealerweise aussehen, finden die Baumpaten. Foto: Zoë Schäuble

Egringen - In und um Egringen – besonders auf den landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen – gibt es viele Bäume, die zu schützen sich Harald Thoms und Sandra Heidrich auf die Fahne geschrieben haben. Was genau die „Baumpaten“ vorhaben, legten sie jüngst im Egringer Ortschaftsrat dar.

Egringen sei für sie der schönste Ort im Markgräflerland und ebenso schön seien viele der Bäume, die unter anderem auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen, sagte Heidrich einleitend.

Leider habe sie beobachtet, dass es immer weniger werden. Die Bewirtschaftung der Felder reiche häufig bis an die Bäume heran, die dadurch teils in Mitleidenschaft gezogen würden. Thoms und Heidrich schwebt nun vor, für diese Bäume und die darunter befindlichen Flächen eine Patenschaft zu übernehmen.

Das bedeutet, dass ein Bereich um den Baum, der etwa die Ausmaße der Krone aufweist, nicht landwirtschaftlich bewirtschaftet werden soll, damit sich der Baum möglichst gut entfalten kann. Die Landwirte können diesen Bereich für den Anbau dann zwar nicht mehr nutzen, die entstehenden finanziellen Einbußen wollen die Baumpaten den Landwirten aber ersetzen.

Zustand der Bäume ist unterschiedlich

In einer Präsentation stellten Thoms und Heidrich insgesamt zwölf Bäume vor. Zehn haben sie als schützenswert identifiziert. Mehrere davon stehen noch verhältnismäßig gut da, bei anderen sieht es schlechter aus. Aber auch bei bereits stark in Mitleidenschaft gezogenen Bäumen lohne sich der Erhalt, so Heidrich, bieten sie doch Lebensraum für Vögel und Insekten und tragen somit zur Artenvielfalt bei.

Die beiden Positiv-Beispiele, die Thoms und Heidrich mitgebracht hatten, veranschaulichten das Ziel der Baumpaten: Bei diesen Bäumen gibt es im Bereich unter der Krone keine landwirtschaftliche Nutzfläche, sondern nur Wiese.

Die Baumpaten wollen nun auf die Pächter beziehungsweise Besitzer der jeweiligen Flächen und Bäume zugehen, um mit diesen abzuklären, ob es vorstellbar wäre, die Bereiche unter den Bäumen bei der Bewirtschaftung auszusparen und falls ja, zu welchen Konditionen.

Seitens des Ortschaftsrats wurde das Projekt durchweg positiv aufgenommen. Es sei ein guter Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt, hieß es aus dem Gremium. Auch wurde gelobt, dass der Schutz der Bäume im Gespräch und in Zusammenarbeit mit den Landwirten umgesetzt werden soll. Ortsvorsteher Bernd Meyer sagte zu, bei der Ermittlung der Grundstückseigentümer behilflich zu sein.

Eine spontane Idee aus dem Ortschaftsrat bestand zudem darin, zu prüfen, ob die Bereiche unter den Bäumen gegebenenfalls auch zur Äsung von Wildtieren genutzt werden könnten. Bei Bauminseln gebe es dieses Konzept bisweilen bereits, hieß es.

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