Efringen-Kirchen Berge und Wasser mit zentraler Rolle

Istein - Unter dem Applaus der Besucher zogen die traditionell rotberockten Isteiner Musiker am Sonntagabend zu ihrem 16. Kirchenkonzert in die Kirche ein. Dirigent Daniel Moroso folgte ihnen, wie gewohnt in Frack und Lackschuh.

Gleich zu Beginn des Konzertes erfüllten helle Trompetenklänge, Fanfaren nachahmend, den Raum. Der Dirigent hatte mit „Majestic Solemnity“ ein Blaskapellenthema gewählt, welches sich mit einem Choral abwechselte. Ein dynamischer Start.

In den meisten der acht aus dem vergangenen Jahrhundert stammenden Kompositionen spielten die Themen Berge und Wasser die zentrale Rolle. In „The Giants Mermaid“ verliebt sich der Riese Erla in eine Nixe und schleudert Felsbrocken in den Laudachsee, auf denen seine Untertanen ihr ein Schloss bauten. Ein recht schwieriges Konzertwerk, wie Michael Kiffe anmerkte, der mit Julian Kiffe durch das Programm führte.

Um Riesen der anderen Art ging es auch im Stück „Schmelzende Riesen“, in dem der Komponist die Entwicklung der Gletscher und der Arktis aufgrund des Klimawandels musikalisch umsetzt. Auch „This majestic Land“ hatte meditativen Charakter.

Die Ouvertüre „Alpine Inspirations“ von Martin Scharnagel beschreibt die Schönheit der Berge. Im Sonnenaufgang beginnt der Aufstieg auf den Gipfel, charakterisiert durch die rhythmische Begleitung im tiefen Blech. Der schwieriger werdende Aufstieg wird mit filmähnlichen Elementen akustisch unterstrichen. Eine lyrische Melodie veranschaulicht den Ausblick vom Gipfel. Den Abschluss bildet erneut das Bergmotiv in Dur.

Reise zum mystischen Inselreich

Das Rätsel um Atlantis beschäftigt die Menschen seit jeher. Der Komponist Michael Geisler nahm die Zuhörer mit „The Mystery of Atlantis“ mit auf eine musikalische Erkundungsreise über dieses mystische Inselreich. Zarte, von Klarinetten geprägte Elemente wechselten mit stark Rhythmus betonten, fast marschartigen. Phasenweise ließ die Musik einen Anklang an Westernmelodien zu.

Mit „A Choral for a solemn Occasion“ präsentierte das Orchester ein Werk, welches aus einer einfachen Melodie besteht. Die Feierlichkeit wurde durch strahlende Klänge und volle Akkorde unterstrichen. Den Abschluss bildete „Terra di Montagne“, eine Hommage an das Land der Berge. Einer wuchtigen Eröffnungsfanfare folgte ein ruhiger Teil. Beendet wurde das Stück mit einem grandiosen Finale.

Nach jedem Vortrag spendete das Publikum kräftig Applaus, der den Dirigenten und das Orchester zu wiederholten Verbeugungen veranlasste. Als Zugabe hatte der Musikverein die Komposition „Eleni“ vorbereitet. Dieses elegische Werk war von den Besuchern des Jahreskonzertes als ihr Favorit erkoren worden.

Mit stehendem Applaus verabschiedete das Publikum das Orchester. Vereinsvorsitzender Stephan Windmüller dankte besonders dem Dirigenten für seinen Einsatz. Ein Dank galt auch den Gastspielern sowie dem erstmals in einem Konzert mitspielenden 14-jährigen Nikolas Boldt.

Im Anschluss lud der Musikverein zu einem Umtrunk ins Gregoriushaus ein.

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