Efringen-Kirchen Bus und Bahn weiter stärken

Die Gemeinde Efringen-Kirchen begrüßt die geplante Stärkung des ÖPNV. Foto: Marco Fraune

Die Landesregierung in Stuttgart hat jüngst skizziert, wie der öffentliche Personennahverkehr gerade auch im ländlichen Raum in Zukunft gestärkt werden soll. Die Gemeinde Efringen-Kirchen begrüßt die Pläne, betont aber, dass das Land auch die praktische Umsetzung vor Ort bedenken muss.

Von Ingmar Lorenz

Efringen-Kirchen. „Wir begrüßen ausdrücklich die Initiative des Landes, den ÖPNV zu stärken und zu entwickeln“, blickt Bürgermeister Philipp Schmid auf die Entwicklungen auf Landesebene. Gleichwohl bleibe abzuwarten, wie die Vorstellungen, die jüngst aus Stuttgart kommuniziert worden sind, vor Ort ausgetaltet und vor allem finanziert werden sollen. „Das Versprechen der Landesregierung, den Bürgern eine Mobilitätsgarantie zuzusprechen, kann und darf sich nicht darin erschöpfen, diese öffentlichkeitswirksam zu platzieren, um dann im Anschluss Kreise und Gemeinden sich selbst zu überlassen“, betont Schmid, dass den Worten auch Taten folgen müssen.

„Von allergrößter Bedeutung ist für uns als Gemeinde die Versorgung des ländlichen Raums mit Mobilitätsangeboten per Bus beziehungsweise denen von der Landesregierung propagierten ,flexiblen Bedienformen’“, ordnet der Bürgermeister ein. Die Gemeinde habe mit dem Bürgerbus bereits „vorgebaut“ und sehr gute Erfahrungen gesammelt. Eine sehr anspruchsvolle Aufgabe werde in Zukunft die Versorgung der Dörfer „über die Berge“ und nicht „wie heute durch die Täler sein“.

Die Verzahnung und Vertaktung zwischen den Angeboten Bus und Schiene müssen darüber hinaus konsequent weiter gedacht und entwickelt werden. „Hierzu müssen vor allem die politischen Hemmnisse im Bereich des Ausbaus der Rheintalbahn überwunden werden“, betont Schmid. Die grenzüberschreitende Planung von ÖPNV-Verkehr im Dreiländereck müsse auch in Stuttgart immer mitgedacht werden, „da für viele in der Landeshauptstadt die Bundesrepublik schon in Freiburg aufzuhören scheint“.

Als weitere Facette beim Thema ÖPNV bringt Schmid auch den Radverkehr ins Spiel. Dieser sei an sich zwar kein Teil des ÖPNV, erfülle aber wichtige Zubringerfunktion und begleite das Ziel des Umstiegs weg vom Auto.

Auch Radverkehr ist wichtig

„Insofern muss dieser Verkehr auch immer mitgedacht werden.“ Bestimmendes Ziel sei für die Gemeinde diesbezüglich der Lückenschluss Welmlingen-Kalte Herberge und Egringen-Holzen.

Insgesamt gelte es, dem Thema ÖPNV auch künftig einen hohen Stellenwert einzuräumen. Schmid: „Wir werden als Kommune dieses Thema begleiten und uns bei den ohnehin schon bestehenden Formaten auf der Ebene Landkreis engagieren.“

Der von der Landesregierung vorgelegte Entwurf sieht vor, dass sich Angebot und Nachfrage im ÖPNV bis zum Jahr 2030 verdoppeln sollen. Als Referenzwert gilt dabei das Jahr 2010. Die Regierung hat dabei auch eine sogenannte Mobilitätsgarantie angestoßen, durch die ein dichtes Fahrplanangebot zwischen 5 und 24 Uhr gegeben sein soll, auch im ländlichen Bereich. Der Landesregierung schwebt dafür nach ersten Erkenntnissen allerdings kein rechtlicher Grundsatz vor, sondern eher eine Richtlinie.

Zudem sollen künftig Bedarfsfahrten eine größere Bedeutung zukommen, etwa in Kleinbussen oder Sammeltaxis.

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