Efringen-Kirchen Chlimsefest zieht Massen an

Daniel Hengst

Die Vereine müssen bereits am Morgen des zweiten Festtags Speisen und Getränke nachordern und ebenso für den Pfingstmontag.

Die 13. Festauflage im historischen Ortskern von Istein ist ein Erfolg auf ganzer Linie. „Das Wetter hat mitgespielt, obwohl es vorher sehr unsicher war, wie es sich entwickelt“, nennt Daniela Britsche einen Grund für den Erfolg. Die Ortsvorsteherin hat von allen Vereinen nur positive Rückmeldungen erhalten.

Die Gäste seien sehr gut auf die Regenwahrscheinlichkeit am Samstag vorbereitet gewesen, erklärt Birger Stächele, der Vorsitzende des Musikvereins. Von den Regentropfen am Samstagabend wollte sich offensichtlich keiner abhalten lassen. „Die Besucher kommen, essen und trinken. Sie wollen das Fest einfach genießen“, sagt Johannes Britsche. Der Oberzunftmeister der Narrenzunft Isteiner Drübel erklärt sich das auch mit der langen Pause des Fests. Da dieses nur alle vier Jahre stattfindet und 2020 aufgrund von Corona ausgesetzt wurde, sei das vorherige Chlimsefest jetzt „acht Jahre her“. Offensichtlich zog die Sehnsucht nach dem Fest, das mit seinen malerisch herausgeputzten Gassen besticht, die Besucher magisch an.

Musik gab es an ganz verschiedenen Stellen des Fests. Bei der Albertchlimse, einer von vier Bereichen des Sportvereins, spielte am Samstag zum Beispiel ein Saxofonist zur Unterhaltung, bei der Feuerwehr ging es abends durchweg etwas rockiger zur Sache. Das umfangreichste Musikprogramm hatte ganz sicher der Musikverein Istein, der einmal mehr verschiedene Musikvereine eingeladen hatte, wie zum Beispiel den Musikverein Tegernau am Samstagnachmittag. Die Mitglieder dieser Vereine blieben oft bis in den Abend. Als die Line-Dance-Formation 1:0-Istein auftrat, wettete beispielsweise eine Musikerkollegin mit Nora Schwennicke um zehn Euro, dass sie sich nicht traue, auf der Bühne mitzutanzen. Schwennicke tanzt mit. „Das hat Spaß gemacht“, sagt die Musikerin, die vom Fest begeistert ist, sonst aber auf den Festen lieber Discofox tanzt. Beim Musikverein ist das 1:0-Team eher zufällig. „Wir hatten einen Auftritt beim Chor ,In Takt’ und sind hier und noch an zwei anderen Plätzen aufgetreten“, erzählt Marianne Martin.

Trotz optimistischer Planungen gingen die Champignons bei den „Drübel“ am Sonntag gegen 21 Uhr aus und gegen 22.45 Uhr der Flammkuchen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Fischknusperle des Sportvereins längst vergriffen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass unsere Lieferanten über die Feiertage Nachschub bringen“, sagt Birger Stächele. Überrascht war auch Johannes Britsche: „Für den Pfingstmontag kommt wieder frische Ware.“ Die Champignons würden sich beim Lieferanten einfach besser halten. Dass der Absatz am Pfingstmontag entsprechend weiter ging, dafür spricht das jetzige Kaiserwetter.

Was sonst noch war

Nachschub an zwei Tagen:
Auf dem höchsten Punkt des Chlimsefests bewirtet der Musikverein Istein seine Gäste, direkt um die Kirche St. Michael herum. „Der Samstag verlief sehr positiv gerade gegenüber den Wettererwartungen, die Besucher hatten sich aber gut vorbereitet“, berichtet Birger Stächele.

Birger Stächele Foto: Daniel Hengst

Von den abendlichen Regentropfen hätten sich die Gäste nicht vertreiben lassen, zumal es erst nach Mitternacht in Regen überging. Der Vorsitzende des Musikverein Istein berichtet, dass bereits am Sonntag Nachschub an Getränken und Speisen notwendig war, genauso am Montagmorgen. „Wir waren optimistisch bei der Planung, aber die Nachfrage war extrem groß.“

Gedichte zum Erleben:
Etwas Besonderes auf dem Chlimsefest ist der „begehbare Gedichtband“. Michael Schittenhelm hatte von Isteinern verschiedene Gedichte herausgesucht und auf Leinwände geschrieben. Dazu hat er verschiedene, passende Illustrationen aufgemalt. Wer wollte, fand mit den verschiedenen Themen über das Klotzendorf etwas Ruhe.

Bernd Bräunlin findet den „begehbaren Gedichtband“ eine gelungene Idee. Foto: Daniel Hengst

Julian Kiffe hatte die Idee eine Lichtschau in der Kirche St. Martin zu veranstalten. Foto: Daniel Hengst

Julian Kiffe sorgte für die Lichteffekte in der Kirche, die mit Musik untermalt wurden. Das Farbenspiel war beeindruckend und wurde durch die Musik zusätzlich noch hervorgehoben.

  • Bewertung
    4

Umfrage

E-Auto

Die EU hat ein weitgehendes Verbrenner-Aus bis 2035 beschlossen. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading