Efringen-Kirchen Den Gang zur Urne sparen

Der Antrag für die Briefwahl muss spätestens bis Freitag, 24. September, um 18 Uhr vorliegen. Foto: sba/Bernd Weissbrod

Der Trend geht zur Briefwahl – das belegen die bisherigen Anträge zur Briefwahl im Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal (GVV) und in Efringen-Kirchen. Am Sonntag zur Wahl stehen nicht nur die Kanzlerkandidaten, sondern auch die Parteivertreter.

Von Zoë Schäuble

Rebland/Kandertal Die Wahlvorbereitungen für die bevorstehende Bundestagswahl laufen derzeit auf Hochtouren.

Vorderes Kandertal

„Hinsichtlich ihrer Prozedur unterscheidet sich die Bundestagswahl nicht wesentlich von der Landtagswahl im vergangenen Frühjahr“, weiß GVV-Geschäftsführer und Hauptamtsleiter Dominik Kiesewetter. An die Wahl unter Pandemie-Bedingungen habe man sich inzwischen auch gewöhnt, so Kiesewetter. „In den Wahllokalen sind Spuckschutzscheiben montiert, ebenso Stationen zur Desinfektion.“ Wie schon bei den Landtagswahlen wurden jetzt auch in jeder der sechs Mitgliedsgemeinden je ein Wahlbezirk und ein Briefwahlbezirk eingerichtet. Für jede Gemeinde seien rund 20 Wahlhelfer im Einsatz, was in der Summe mehr als 100 Personen macht. „Für die Helfer besteht die Möglichkeit, sich am Sonntagmorgen mittels Schnelltest testen zu lassen“, erklärt Kiesewetter, der guter Dinge ist, dass wie im Frühjahr auch diesmal alles glatt über die Bühne gehen wird. „Die Wähler wissen inzwischen Bescheid und kennen die Situation“, entsprechend halten sie sich an die vorgegebenen Abstände sowie die übrigen Corona-Regeln.

Dass eine deutliche Tendenz zur Bevorzugung der Stimmabgabe mittels Brief geht, zeigt der Blick in die einzelnen Gemeinden. 1026 von insgesamt 2215 Wahlberechtigten in Binzen haben die Briefwahl beantragt. In Wittlingen sind es 337 von 680 Wählern, die den Weg zur Urne nicht gehen werden. In Rümmingen wählen von 1343 Wahlberechtigten 536 per Brief, in Schallbach 164 von 573, in Fischingen 215 von 558 Personen. In Eimeldingen haben bereits 854 Personen mit Wahlschein gewählt, insgesamt sind hier 1870 wahlberechtigt.

Efringen-Kirchen

Den Trend bemerkt auch der Efringen-Kirchener Hauptamtsleiter Clemens Pfahler. „Die Briefwahl explodiert und wir haben einen neuen Höchststand erreicht.“ Insgesamt haben von den 6580 wahlberechtigten Efringen-Kirchenern bereits 2951 den Wahlschein beantragt. „In Wintersweiler und Egringen haben mehr als 50 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl beantragt“, weiß der Hauptamtsleiter. Schon bei der Landtagswahl habe man den Trend verzeichnen können.

Mitverantwortlich für diesen Anstieg sei die Pandemie. Pfahler sieht in dieser Entwicklung auch ein „klares Statement der Wähler“, künftig womöglich gänzlich auf die Wahl per Brief umzusteigen. Neben den gängigen AHA-Regeln sei man überall dort, wo die Möglichkeit bestehe, auf größere Räume mit ausreichend Lüftungsmöglichkeiten umgestiegen. Rund 114 Wahlhelfer werden am Sonntag im Einsatz sein. „Hinzu kommen noch die Wahlleiter und die EDV-Verantwortlichen.“

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