Efringen-Kirchen Die Ausgaben höher als die Einnahmen

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Der Haushalt 2022 der Gemeinde-Efringen Kirchen wird voraussichtlich mit einem Minus abschließen. Foto: dpa/Jens Büttner

Efringen-Kirchen (ilz). Die Gemeinde Efringen-Kirchen gibt mehr Geld aus, als sie einnimmt. Für das Haushaltsjahr 2022 rechnet Kämmerin Daniela Wenk mit einem Defizit von rund 1,5 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. Dieses kann zwar durch außerordentliche Einnahmen aus Grundstücksverkäufen abgemildert werden, beläuft sich aber wohl trotzdem noch auf etwa 1,2 Millionen Euro. Auch im Finanzhaushalt wird die Gemeinde rote Zahlen schreiben. Unterm Strich steht dort ein Zahlungsmittelbedarf von rund 380 000 Euro.

Der Bedarf an Investitionen ist indes weiterhin hoch. „Viele Maßnahmen sind einfach erforderlich und nicht aufschiebbar“, erklärte Wenk in der Gemeinderatssitzung am Montagabend.

Für Grundstücksankäufe im Bereich „Schlöttle III“ sind 2,3 Millionen Euro im Haushalt 2022 vorgesehen, weitere 430 000 Euro für Ankäufe im Bereich „Gießenfeld II“. Zudem wird die Erschließung des Baugebiets „Mittlerer Weg“ in Huttingen mit 589 000 Euro zu Buche schlagen. Diese kann, so hofft die Gemeinde, im kommenden Jahr parallel zum Bau des notwendigen Regenüberlaufbeckens (RÜB) in Angriff genommen werden.

Eben dieses schlägt im Haushalt des Eigenbetriebs Abwasser ordentlich zu Buche. Die Gemeinde wird im Bereich Abwasser über die kommenden Jahre mehrere Millionen Euro investieren müssen, da neben dem RÜB Huttingen/Wintersweiler auch Maßnahmen unter anderem in Egringen und Welmlingen anstehen (wir berichten noch).

Im Haushaltsplan 2022 kommen bei den Investitionen noch Ausgaben für die Feuerwehr (etwa 330 000 Euro) sowie Beschaffungen für den Bauhof (118 000 Euro) hinzu. Auch Mittel für die Sanierung der Wohnung im Mappacher Rathaus sind wieder eingestellt (360 000 Euro).

Keine Überraschung

Dass der Haushalt 2022 voraussichtlich mit einem Minus abschließen wird, war vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie keine Überraschung. Wie Wenk darlegte, rechne die Gemeinde auch 2023 noch mit einem Defizit, bevor 2024 dann wieder die schwarze Null unterm Strich stehen soll.

Corona habe die finanzielle Lage der Gemeinde negativ beeinflusst. Allerdings, so betonte Wenk, gebe es auch ein strukturelles Problem: „Die Einnahmen halten mit den Ausgaben nicht Schritt.“ An einer Darlehensaufnahme führe deshalb mittelfristig kein Weg vorbei. Daneben müsse man sich aber auch Gedanken machen, wie diesem strukturellen Problem künftig beizukommen sei.

Der Haushaltsplan wurde den Gemeinderäten in der Sitzung ausgehändigt. Er geht nun in die Beratungen in den Ortschaftsräten und wird im Detail in der Verwaltungsausschusssitzung am Montag diskutiert werden.

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