Efringen-Kirchen Zum Mitnehmen - aber bitte nicht umsonst!

Egringen - An den Verkaufsständen von Mirko Aber­er gibt es derzeit allerlei verschiedene Kürbisse – vom Hokkaido oder dem Butternut, aus denen zum Beispiel Kürbissuppe gemacht werden kann, über Zierkürbisse für die Erntedank-Deko bis hin zu Halloween-Kürbissen, die sich aushöhlen und zu Laternen umfunktionieren lassen. Mit Liebe zum Detail werden die Kürbisse an den Ständen, die sich zwischen Eimeldingen und Efringen-Kirchen sowie in Rümmingen und in Weil am Rhein befinden, präsentiert.

Für die Kunden ist es praktisch und unkompliziert: Sie können die Kürbisse mitnehmen und das Geld in ein kleines Kässchen an dem jeweiligen Stand werfen.

Manche nehmen ohne zu zahlen

Das aber funktioniere nicht immer ganz so, wie es sollte, berichtet Aberer. „Wir haben im letzten Jahr ein gewisses Missverhältnis festgestellt“, berichtet er. Sprich: Einige „Kunden“ haben die Kürbisse einfach mitgenommen, ohne dafür zu bezahlen.

Aberer appelliert deshalb nun an alle, die sich an einem seiner Stände Kürbisse holen, diese auch zu bezahlen. Denn vielen sei nicht bewusst, mit wie viel Arbeit der Kürbisanbau und die Ernte verbunden seien, glaubt er. Auf zwei Hektar baut Aberer in Egringen die verschiedenen Sorten an, die nun nach und nach bis etwa Mitte Oktober geerntet und dann an den drei Ständen sowie auf dem Markt angeboten werden. Dabei verzichtet er bei der Aufzucht auf den Einsatz von Chemie, wie er betont.

Viel Arbeit

Auch nach der eigentlichen Ernte geht die Arbeit weiter, denn die Kürbisse sollen für den Verkauf ansprechend aussehen und müssen deshalb gewaschen werden, und natürlich ist auch der Aufbau der Stände selbst mit Arbeit verbunden.

Die Ausrede, dass man womöglich gerade nicht den passenden Betrag für die Kürbisse parat hatte, lässt Aberer nicht gelten. Schließlich kann man unter verschiedenen großen Kürbissen, die jeweils unterschiedlich viel kosten, wählen. Zudem werden die Kürbisse ausschließlich zu runden Preisen angeboten. Die Bezahlung ist deshalb nicht nur für jedermann absolut machbar, sondern sogar verhältnismäßig einfach.

Aberer hofft, dass dieses Jahr alle soviel Anstand mitbringen, die mitgenommenen Kürbisse auch zu bezahlen. Denn den Ständen kommt vor dem Hintergrund der vielen abgesagten Herbstmärkte in dieser Saison eine besondere Bedeutung zu. Sollte es aber nicht besser oder sogar schlimmer werden, sieht er sich gezwungen, seine Kürbisse in Zukunft nur noch auf dem Markt anzubieten. Bisweilen wird er aber auch darauf setzen, des Öfteren an den Ständen vorbeizufahren und dabei zu schauen, ob die Kunden sich richtig verhalten.

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