Efringen-Kirchen Ein gelungenes Fest im Grünen

Jutta Schütz

Richtig voll wurde es beim Pfarrgartenfest im Kirchener Pfarrgarten am Sonntag. Zum ersten Mal fand das beliebte Fest im Grünen dieses Jahr als gemeindeübergreifende Veranstaltung statt.

Von Jutta Schütz

Efringen-Kirchen. Pfarrer Martin Karl (Istein) und Pfarrerin Johanna Pähler (Efringen-Kirchen) freuten sich sehr über die ökumenische Neuauflage des beliebten Fests im Pfarrgarten.

Mit Infoständen vertreten waren zudem die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Efringen-Kirchen, die Natur- und Vogelfreunde und morgens auch die Bergwacht Istein. Türkische und afghanische Mitbürger brachten Spezialitäten für ein Frühstück mit.

An der Kuchen- und Getränketheke samt Grillstand wartete das Helferteam bereits auf den großen Ansturm. Der ließ nicht lange auf sich warten. Bereits kurz vor dem Beginn des Gottesdienstes waren fast alle Bänke gut besetzt.

Manche Familien hatten in weiser Voraussicht Picknickdecken eingepackt und diese unter den Obstbäumen ausgebreitet. Zum Auftakt unterhielt der Musikverein Efringen-Kirchen, gefolgt vom Posaunenchor. Den Gottesdienst begleitete der ökumenische Projektchor. Für den Nachmittag hatte sich der Gesangverein „Rhenus“ mit einem Auftritt angekündigt.

Auf Picknickdecken im Gras unter Obstbäumen

Guido Strack als erster Vorsitzender der Bergwacht Istein und der zweite Vorsitzende Wolfgang Fister hatten den Bergwacht-Einsatzwagen gleich hinter dem Tor zum Pfarrgarten geparkt und Koffer ausgebreitet, in denen das Einsatzmaterial wie Flaschenzüge, Seile, Karabiner, Bandschlingen, Selbstseilrollen und mehr verstaut waren. Zur Technik des Wagens und zum Einsatzmaterial konnten Besucher Fragen stellen. Strack und Fister nutzten aber auch die Gelegenheit, anlässlich des 100. Jubiläums der Bergwacht Schwarzwald, zu der der Ortsverein gehört, neue Mitglieder zu werben. „Wir freuen uns über Aktive, gerne auch Quereinsteiger und natürlich auch über jedes Passivmitglied, das uns fördert“, sagte Strack. Derzeit gibt es schon viel Nachwuchs bei der Bergwacht Istein – „das ist richtig super, wir haben gerade fünf neue Aktive in der Ausbildung“, erwähnte er.

Die Jugendfeuerwehr Efringen-Kirchen hatte sich für den Nachmittag vorbereitet und bei befreundeten Wehren ein kleines Hausmodell ausgeliehen, an dem man Kindern Löschübungen zeigen kann. Zusätzlich gab es ein „erfrischendes“ Geschicklichkeitsspiel, bei dem man mit dem Wasserstrahl aus dem Feuerwehrschlauch einen Ball über eine vorgezeichnete Bahn treiben muss.

Infos über Störche, Vögel und Fledermäuse

Die Natur-und Vogelfreunde waren an ihrem Stand stets umringt von Kindern und Erwachsenen. Vogelhäuschen waren zu kaufen, Insektenhotels wurden ausgestellt, ein großes Plakat informierte zu verschiedenen Fledermausarten. Zusätzlich gab es Infomaterialien zum Verein. Ein großer Storch aus Holz machte aber auch auf das Schwerpunktthema des Vereins, nämlich „Störche in Efringen-Kirchen“, aufmerksam.

Während auf zwei rund 100 Jahre alten Postkarten zu sehen war, dass die Christuskirche schon um 1900 ein Storchennest zierte, waren dann irgendwann Ende der 1960er-Jahre, Anfang der 1970er-Jahre die Störche in der Gemeinde verschwunden.

Erst 1988 tauchten sie wieder auf. Akribisch waren die Daten der Sichtungen erwachsener Störche und zum Storchennachwuchs aufgelistet, dazu gab es ein Heft, das zum „Storchentracking“ auf deren Flügen ins Winterquartier in den Süden berichtete. Dass ein Storchenei nur die Größe eines Enteneis hat, erstaunte viele Kinder. Tabea Hugenschmidt von den Vogelfreunden hatte an die Grundschüler vor dem Stand gleich einige Fragen – etwa die, welche Tiere, außer Vögeln, sonst noch Eier legen. Als erste Antwort erfolgte dann in den meisten Fällen prompt: „Dinosaurier“ – noch bevor dann, ebenfalls zutreffend, Schildkröten, Frösche und Reptilien genannt wurden.

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