Efringen-Kirchen Ein Ort der Gemeinschaft

Beatrice Ehrlich
Feierlicher Auszug aus der Kirche nach dem Gottesdienst Foto: Beatrice Ehrlich

Der Himmel war bedeckt, die Stimmung im Inneren der Kirche aber nicht minder festlich: Mit einem großen Festgottesdienst zum Patrozinium hat die katholische Pfarrgemeinde Istein am Sonntag den 200. Geburtstag ihrer Kirche St. Michael gefeiert.

Von Beatrice Ehrlich

Istein - Begleitet von Orgelklängen zogen Priester und Ministranten in das Gotteshaus ein. Eine große Festgemeinde hatte sich eingefunden, um der Gemeinde und ihrer Kirche die Ehre zu erweisen, neben den Isteinern auch Ortsvorsteher der Nachbargemeinden, Gemeinderäte und der Bürgermeister der Gesamtgemeinde, Philipp Schmid. Pfarrer Martin Karl begrüßte stellvertretend für den gesamten Pfarrgemeinderat der katholischen Seelsorgeeinheit Kandern-Istein dessen Vorsitzende Margot Argast sowie Ortsvorsteherin Daniela Britsche, die auch Mesnerin in St. Michael ist.

Pfarrer Karl, Leiter der Seelsorgeeinheit, zelebrierte den Festgottesdienst und wurde dabei unterstützt von seinem Kollegen im Ruhestand Hermann Vogt, der die Festpredigt hielt. Anhand der Figuren des Erzengels Michael, des „Drachentöters“, und des heiligen Veit, der als Märtyrer starb, und als einer der 14 Nothelfer für Krampfanfälle und den sogenannten Veitstanz ebenso angerufen wird wie für eine erfolgreiche Aussaat und Ernte, führte Vogt aus, welche Rolle die Heiligen in einer modernen Welt für die Gläubigen innehaben können: nämlich die, die Aufmerksamkeit jenen zuzuwenden, deren Nöte in Zeiten einer medialen „Überinformiertheit“ unsichtbar zu werden drohen.

Eine wunderbare musikalische Note setzte der durch Projektsänger ergänzte Kirchenchor unter der Leitung von Dieter Hilpert. Die Begleitung des finalen „Großer Gott, wir loben dich“ übernahm der Musikverein Istein.

Inspirierende Festreden

In einer Reihe von Festreden meldeten sich Jubiläumsgäste zu Wort. Dekan Gerd Möller bemerkte in seiner kurz gehaltenen Festrede den interessanten Schattenwurf zu beiden Seiten des Altars in Form von Engelsflügeln, und gab seinem Wunsch Ausdruck, dieser möge mit seinem guten Geist das Kirchenschiff durchströmen. Er wünschte der Gemeinde, die Kirche Sankt Michael möge ein Ort bleiben, an dem Menschen ihrem Glauben Ausdruck geben, andere ansprechen und Gemeinschaft feiern – mindestens 200 weitere Jahre.

Grüße der evangelischen Kirchengemeinde Efringen-Kirchen, Istein und Huttingen überbrachte die Kirchengemeinderatsvorsitzende Rosemarie Bachmann. Auch im Namen von Pfarrerin Johanna Pähler, die nicht anwesend sein konnte, lobte sie das gute Miteinander und die nachbarlichen Beziehungen, die zwischen den beiden großen christlichen Gemeinden intensiv gepflegt werden.

Auch Isteins Ortsvorsteherin Daniela Britsche meldete sich zu Wort: Jeder sei in der Kirche willkommen, die für Gebete und Gottesdienste, aber auch als Zuflucht zur Verfügung stehe. Sie vergaß nicht, all jene vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfer zu erwähnen, die durch ihren Einsatz ermöglichten, die Kirche mit Leben zu füllen. Am Kirchberg über das Dorf wachend erfülle St. Michael auch eine wichtige Funktion für Zusammenhalt und Gemeinschaft im Dorf, hielt sie fest. Mit frei vorgetragenen Worten zur organischen Trennung von Kirche und Staat, und warum beide doch ein gleiches, universelles Menschenbild teilten, schloss Bürgermeister Schmid den Reigen der Festreden.

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