Efringen-Kirchen Enormes für Gemeinschaft geleistet

Efringen-Kirchen - „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“ ließ der Sängerbund zu Beginn der offiziellen Feierstunde zum 100-jährigen Bestehen des TuS Efringen-Kirchen am Freitagabend hören. Vorsitzender Ralf Schörlin und seine Kollegen freuten sich über rege Beteiligung, Dankes- und Grußworte sowie einige Geschenke. Am Samstagabend waren dann Mitglieder und Sponsoren Gäste des Jubilars.

"In früheren Jahren“, betonte Thomas Schmidt, Präsident des Südbadischen Fußballverbands, „war es selbstverständlich, dass Jugendliche im örtlichen Fußballclub mitmachten. Heute ist ein regelrechter Konkurrenzkampf zwischen den Freizeitangeboten entbrannt, und Kicken ist nicht unbedingt die am meisten angesagte Freizeitbeschäftigung.“ Trotzdem stehen laut Schmidt, der auch Grüße von Reinhard Grindel, Präsident des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), überbrachte, jedes Wochenende in Deutschland 80 000 Spiele auf dem Programm.

Mustergültige Sportanlagen

Philipp Krämer, Präsident des Badischen Leichtathletikverbands, lobte in seinem Grußwort die „mustergültigen Sportanlagen“ des TuS.

Ehrenmitglied Hansfrieder Geugelin hatte eine launige Begrüßung mitgebracht, bevor er über „Der Ball ist rund“ sinnierte.

Vereinsgeschichte

Vorsitzender Ralf Schörlin ließ die Vereinsgeschichte Revue passieren. „1919 als Fußballverein gegründet, war der FC Kirchen bereits Meister der Klasse B. Ein Großteil der Kicker kam allerdings aus Efringen und man musste neidlos anerkennen: Efringen hatte die besseren Fußballer.“ Ein Bruch sei durch den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach entstanden. Hier habe sich der TuS aber bewährt, ein „Kontrastprogramm“ zu den Widrigkeiten des Alltags zu bieten.

Bürgermeister Philipp Schmid berichtete, er werde seit vier Jahren in der Alte-Herren-Mannschaft „zumindest toleriert“. Er sei „gelernter Handballer“, und es könne weniger an seinen fußballerischen Fähigkeiten als gewissen „pantherhaften Aktionen“ im Strafraum liegen, nach dem Grundsatz „Ball oder Spieler – an mir kommt keiner vorbei“.

Es werde, so Schmid weiter, selten wahrgenommen, dass Vereine wie der TuS Enormes für die Gemeinschaft leisten. „So ist dies heute der richtige Rahmen, um den Dank der Gemeinde auszudrücken.“

Jugendarbeit trägt Früchte

„Unsere gute Jugendarbeit“, fasste Schörlin zusammen, „führt dazu, dass wir auch immer sehr talentierte Spieler in der ersten Mannschaft haben.“ Er dankte ausdrücklich den Trainern der neun Jugendmannschaften für die hervorragende Aufbauarbeit. So konnten die erste und zweite Aktiven-Mannschaft, im Durchschnitt gesehen, fast immer vorne mitspielen, und 2015 wurde sogar der Aufstieg in die Landesliga geschafft, bilanzierte er. Das Highlight des vergangenen Jahres war das Spiel des SC Freiburg gegen eine Hochrhein-Auswahl auf dem Rasen des TuS. 3500 begeisterte Fans erlebten, wie der Bundesligist den couragierten Amateurspielern nichts schenkte – am Ende hieß es 14:2 für Freiburg.

Samstagabend

Nach dem offiziellen Festakt am Freitag lud der TuS am Samstag Mitglieder und Sponsoren zu einem großen Geburtstagsfest in die Mehrzweckhalle. Eine Fotoshow zu „100 Jahre TuS“ mit Fotos von Mannschaften, Siegen und Niederlagen und nichtsportlichen Ereignissen, kommentiert von Walter Krebs und Joachim Wechlin, sorgte für viel Gelächter und Beifall. Die 92-seitige Festschrift mit allen Bildern und Geschichten fand regen Absatz.

Alle Besucher konnten sich an acht Verpflegungsstationen mit italienischen Spezialitäten, Flammkuchen, Bratwurst, Pizza und TuS-Burger sowie Getränken versorgen. Höhepunkt des Abends war die professionelle Tanzshow der drei Aktivfußballer Stefan Hillpich, Simon Diodene und Fabio Kammerer mit Serena Kölblin, Marie Guggenbühler und Nicole Wechlin von der Tanzgruppe des TuS zusammen mit Jenny Brändlin und Andreas Rügert.

Ein 20-minütiger Querschnitt durch die Musikepochen der vergangenen 40 Jahre gab den Rhythmus vor, zu dem die Tänzerinnen und Tänzer eine mitreißende Darbietung mit blitzschnellen Kostümwechseln und rasanten Showeffekten auf die Bühne brachten. Esther Wittke hatte erst Mitte November begonnen, einmal wöchentlich mit den Akteuren zu üben – eine faszinierende Meisterleistung.

Nach 22 Uhr heizte DJ Tarek Arafat die Stimmung an, so dass erst am frühen Morgen die letzten Gäste vom TuS-Fest nach Hause fanden.

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