Efringen-Kirchen Gefahrguteinsatz am Bahnhof

Beatrice Ehrlich

Efringen-Kirchen - Ausgetretenes Benzin an einem Güterwaggon war der Anlass für einen Feuerwehreinsatz gestern Mittag am Bahnhof in Efringen-Kirchen. Neben der örtlichen Feuerwehr war auch der Gefahrgutzug des Landkreises Lörrach im Einsatz. Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht.

Auf den ersten Blick wirkte es wie ein Großeinsatz: Die Freiwillige Feuerwehr Efringen-Kirchen war mit 25 Personen am Bahnhof in Efringen-Kirchen, hinzu kam der Gefahrgutzug des Landkreises Lörrach mit zwei Fahrzeugen, darunter auch ein Messfahrzeug aus Haltingen, mit weiteren 25 Feuerwehrleuten.

Vor Ort waren außerdem Kreisbrandmeister Uwe Reutner, die  Bundes- und die Landespolizei sowie  drei Bereitschaftswagen des  Deutschen Roten Kreuzes. Der große Aufwand sei dem Umgang mit Gefahrgut geschuldet, für den routinemäßig gewisse Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um niemanden zu gefährden, erläuterte der Einsatzleiter und Kommandant der Gesamtfeuerwehr Efringen-Kirchen Philipp Haberstroh.  

Um 12 Uhr sei die Freiwillige Feuerwehr Efringen-Kirchen von einem Bahnmitarbeiter alarmiert worden, berichtet er. Die im Bahnhof Efringen-Kirchen abgestellten Güterwaggons werden von Mitarbeitern der Bahn regelmäßig kontrolliert.

Kleine Menge Benzin trat aus einer Leitung

Aus der Gaspendelleitung eines der Waggons, aus der bei Hitze der Benzindampf entweicht, trat demnach  wegen eines undichten Blinddeckels tropfenweise eine geringe Menge Benzin aus. Da dieses sich bei hohen Temperaturen auch entzünden könnte, hielt die Feuerwehr während der Arbeiten an der Leitung einen Löschschlauch bereit.

Der undichte Deckel konnte von Mitgliedern des Gefahrgutzugs erfolgreich ausgetauscht und der Waggon und 13.30 Uhr wieder der Bahn übergeben werden.  Der Gefahrgutzug des Landkreises Lörrach wurde sofort hinzugerufen, weil er über bestimmte Messgeräte und eine Ausstattung verfügt, welche die örtliche Feuerwehr nicht habe, erläutert Haberstroh.
Grundsätzlich arbeiten die Feuerwehrleute im direkten  Umgang mit Gefahrgut, zu dem auch Benzin gehört, mit Atemschutzausrüstung, in diesem Fall sieben Personen, erläutert der Kommandant.

Bürgermeister im Einsatz als Führungsassistent

Wie Haberstroh ausführte, bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die Bevölkerung, weder vor noch während des Einsatzes. Für die Feuerwehr Efringen-Kirchen handele es sich um den zweiten Einsatz in Zusammenhang mit Gefahrgut im Bahnhof von Efringen-Kirchen innerhalb von fünf Jahren, informiert der Kommandant. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten habe hervorragend geklappt.


Als Führungsassistent der Einsatzleitung war übrigens auch Efringen-Kirchens Bürgermeister Philipp Schmid an dem Einsatz beteiligt. Er gehört der Freiwilligen Feuerwehr an.

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