Efringen-Kirchen Gewalt aus dem Weg gehen

Die 16-jährige Jana Scharfenstein hat schon eine beachtliche Sammlung an Medaillen. Foto: Ingmar Lorenz Foto: Weiler Zeitung

Von Ingmar Lorenz

Jana Scharfenstein gehört zu den besten Sportlerinnen der Regio. Die Judoka bestreitet regelmäßig Wettkämpfe auf Bundesliga-Niveau und nimmt an internationalen Turnieren teil. Neben unzähligen sportlichen Auszeichnungen wurde sie im Januar für ihre Leistungen auch beim Neujahrsempfang der Gemeinde Efringen-Kirchen geehrt. Jana hat eine steile sportliche Karriere hingelegt: Als einzige Judoka aus Efringen-Kirchen kämpft sie inzwischen in der zweiten Bundesliga bei den Frauen des TSV Altenfurt.

Der Efringen-Kirchener Verein und sein fränkisches Pendant bilden eine Kampfgemeinschaft. Wie alle großen Sportlerinnen hat aber auch Jana klein angefangen – im wahrsten Sinne des Wortes: Die Begeisterung für den Judo-Sport habe sie bereits entdeckt, als sie in der ersten Klasse war.

Als neue sechsjährige Kämpferin mit dem weißen Gürtel sei es zunächst darum gegangen, die Grundlagen zu erlernen, erinnert sich die 16-Jährige. „Dazu gehört neben ersten Haltegriffen zum Beispiel auch die Begrüßung.“ Denn Judo sei ein sehr alter Sport, und es gehe stets auch darum, Werte und Respekt zu vermitteln. Und obwohl Judo ein Kampfsport sei, spiele Gewalt dabei keine Rolle. Im Gegenteil: „Es geht darum, der Gewalt aus dem Weg zu gehen.“

Ihren weißen Gürtel tauschte Jana bald gegen andere Farben ein. Es folgten gelb, orange, grün und blau. Inzwischen hat sie den braunen Gürtel, aber es geht noch weiter. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf die Prüfung für den schwarzen Gürtel, den sogenannten ersten Dan.

Noch dieses Jahr will sie die entsprechende Prüfung ablegen.

Auch wichtige Turniere stehen bis zum Jahresende noch auf dem Programm. So geht es etwa erneut nach Frankfurt zum Adler-Cup. Von diesem Wettkampf zeigt sich Jana besonders begeistert. „Allein aufgrund der Größe“, sagt sie. Rund 1600 Kämpfer nehmen daran teil. Aber auch bei anderen Turnieren in ganz Deutschland sowie in der Schweiz wird Jana weiterhin antreten. Zwei Mal pro Woche geht Jana darüber hinaus zum Training, um sich auf die Turniere vorzubereiten. All das ist zeitintensiv, aber Jana hat es geschafft, ihr Hobby mit ihrem schulischen Alltag in Einklang zu bringen.

Kürzlich konnte sie die Schule als eine der Klassenbesten abschließen. Beruflich will sie sich zwar anderweitig orientieren, aber mit dem Judo soll es auf jeden Fall trotzdem weitergehen. So denkt Jana darüber nach, sich längerfristig als Trainerin beim Judo-Club Efringen-Kirchen zu engagieren. Aber natürlich steht ihre eigene sportliche Karriere zunächst weiterhin in Vordergrund, und aller Voraussicht nach werden zu den bisherigen Erfolgen noch viele weitere hinzukommen.

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