Efringen-Kirchen Grünes Licht für Neubau bei Kühl

Beatrice Ehrlich
Auch wegen eines Brands beim Entsorgungsunternehmen Kühl im Jahr 2018 schauen manche Anwohner mit Argusaugen auf jede Veränderung. Foto:  

Auf Einwände von Anwohnern des Bereichs um das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Kühl ging der Bauausschuss nicht ein. Ein Lagerzelt für leere Müllbehälter wurde einstimmig genehmigt.

Bereits in den der eigentlichen Tagesordnung vorangestellten Fragen der Zuhörer zur Tagesordnung war ein Bauvorhaben des Entsorgungs- und Recyclingunternehmens Kühl Thema bei der Sitzung des Technischen Ausschusses am Montag. Bei dem zur Entscheidung gestellten Bauantrag handelte es sich zwar lediglich um die Errichtung einer Lagerzelt-Konstruktion für neue leere Müllbehälter im zur Bahnlinie hin gelegenen Bereich des Unternehmensgeländes, beschränkt auf eine Dauer von fünf Jahren. Die Müllbehälter müssten einer Auflage des Landratsamts zufolge vorgehalten werden, informierte Bauamtsleiter Ulrich Weiß. Dennoch machten sich Anwohner aus der näheren Umgebung Gedanken über die Auswirkung des Bauvorhabens auf ihre persönliche Situation.

Nachfrage nach Plänen

Warum die zum Bauantrag gehörenden Pläne vor der Sitzung nirgends ausgelegen hätten, erkundigte sich Irene Knorr. Diese müssten doch öffentlich einzusehen sein. „Wir stellen mit der Präsentation heute Abend die Öffentlichkeit her“, erläuterte Bürgermeisterin Carolin Holzmüller. Eine weitere Frau, ihren Angaben zufolge Anwohnerin der nahegelegenen Straße „Im Deichelacker“, beklagte, dass sie von baulichen Veränderungen bei dem Entsorgungsunternehmen immer erst im Nachhinein erfahren habe, woraufhin der Bauamtsleiter sie darüber aufklärte, dass im Vorfeld eines Bauvorhabens nur die direkten Angrenzer informiert und befragt würden. Das sei der ordnungsgemäße Gang der Dinge.

„Keine Bedenken“

Dem Technischen Ausschuss selbst war das Bauvorhaben keine größere Diskussion wert. Die Festsetzungen des Bebauungsplans „Beim Breitenstein“ würden eingehalten. Seitens der Verwaltung gebe es keine Bedenken gegen die Planung, hielt Weiß einführend fest. Auf Nachfrage von Gemeinderat Bernd Münkel, wie groß denn der Abstand der Lagerzelt-Konstruktion zur Wohnbebauung jenseits der Bahnlinie sei, verwies der Bauamtsleiter auf die vorliegenden Pläne, aus denen der Abstand ersichtlich sei. Eine „Lego“-Steinwand zur Bahnlinie hin biete darüber hinaus zusätzlichen Schutz.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses schlossen sich dem Beschlussvorschlag der Verwaltung an und erteilten dem Bauvorhaben einstimmig grünes Licht.

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