Efringen-Kirchen „Grüngürtel“ verhindert Schlimmeres

Weiler Zeitung, 15.05.2018 22:13 Uhr

Die Maisfelder oberhalb von Egringen stellen bei Starkregen ein Problem dar: Das Wasser löst das Erdreich und der Schlamm rinnt durch die Straßen und in die Häuser. Abhilfe können Maßnahmen wie ein so genannter Grüngürtel oberhalb der Wohngebiete schaffen.

Von Reinhard Cremer

Efringen-Kirchen . In der Sitzung des Technischen Ausschusses am Montagabend kamen der Starkregen und seine Folgen insbesondere in Egringen und Welmlingen zur Sprache.

Bauamtsleiter Klaus Lehmeyer stellte dazu fest, dass sich besonders die Tallage Egringens bei solchen Ereignissen negativ bemerkbar mache. Hinzu komme, dass der Ort durch Maisfelder quasi eingekreist sei. Diese stellten ein nicht zu unterschätzendes Problem dar. Es sei nötig, mit den Landwirten über die Notwendigkeit des Maisanbaus zu sprechen.

Auf Nachfrage unserer Zeitung bezeichnete Lehmeyer es als wünschenswert, dass mit allen Landwirten eine Einigung hinsichtlich des In­stallierens eines so genannten Filtergürtels und hinsichtlich einer besseren Fruchtfolgeabstimmung als Sicherung an den Hängen erzielt werde.

In diesem Zusammenhang wies der Bauamtsleiter auch darauf hin, dass bei einigen Gebäuden an der Straße „Am Läufelberg“ durch einen „Grüngürtel“ Schlimmeres verhindert werden konnte. Dort sei der Schlamm abgefangen und das Wasser in ein Einlaufbauwerk weitergeleitet worden. Auf der gegenüberliegenden Seite konnten sich die Schlammfluten jedoch ungehindert auf den Reinacher Weg ergießen.

Bürgermeister Philipp Schmid ergänzte, dass bei Starkregen nicht das Wasser, sondern der mitgeführte Schlamm von den Feldern das Problem sei. Da die Felder sich aber in Privatbesitz befänden, könne die Gemeinde lediglich an die Landwirte appellieren.

Wechselfruchtanbau in Welmlingen geplant

Früher habe man solche Ereignisse nicht gekannt, meinte er, und führte die in den vergangenen Jahren zunehmenden Unwetter auf klimatische Veränderungen, aber auch auf den geänderten Maisanbau zurück. „Wir können nicht die ganze Gemeinde überdachen“, kommentierte Schmid die Situation.

Welmlingens Ortsvorsteher Richard Ludin berichtete, dass sich Landwirte längs des Egringer Wegs bereit erklärt hätten, auf Wechselfruchtanbau umzusteigen.

Am 4. Juni wird das Ingenieurbüro Fritz seinen Maßnahmenkatalog im Gemeinderat vorstellen. Dem wollte man in der Sitzung des Technischen Ausschusses nicht vorgreifen. Nur soviel verriet der Bürgermeister: „Es werden erhebliche Mittel notwendig sein. Wir werden klären müssen, welche der Maßnahmen wir ergreifen.“