Efringen-Kirchen Gut essen im Schulzentrum

SB-Import-Eidos

Im Schulzentrum Efringen-Kirchen kommt nur frisch gekochtes und gesundes Essen auf den Tisch, zunehmend in Bio-Qualität, heißt es in einer Mitteilung. Regionalität und Nachhaltigkeit sind dabei die zentralen Begriffe in der Großküche.

Efringen-Kirchen. Davon konnten sich die Eltern kürzlich anlässlich des landesweiten „Tags der Schulverpflegung“ bei einem Besuch der Schulmensa überzeugen. Das Mensa-Team unter der Leitung von Andrea Däublin-Schmid servierte leckere Linsenlasagne, gesunde Salatvariationen und einen Quark-Mandelauflauf mit Apfelkompott.

Hier wird noch selbst gekocht

„Wir können zu Recht sehr stolz auf unsere Mensa sein“, sagte Schulleiter Timo Pilz. Mensaleiterin Andrea Däublin-Schmid informierte über das Ernährungskonzept, die Hygienestandards, die Abläufe in der Küche und über die Lieferanten. Das Frischekostsystem der Schulkantine in Efringen-Kirchen sei über die Region hinaus bekannt. Hier stimme der Geschmack und der Nährstoffgehalt, lange Standzeiten gebe es nicht. Wertvolle Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Die nächste Mensa, in der frisch gekocht wird, finde sich erst im Raum Freiburg.

Von Montag bis Donnerstag kocht das Mensa-Team. Dabei stammen mehr als die Hälfte der Lebensmittel aus der Region. Insbesondere werden Salat, Rohkost, Kartoffeln, Gemüse, Milchprodukte, Eier, Fleisch und Wurstwaren regional eingekauft. Rund 20 Prozent der Produkte sind Bio-Erzeugnisse. Inzwischen hat das Mensa-Team ein stabiles Netzwerk zu regionalen Anbietern und Lieferanten aufgebaut.

Dieses Team besteht aus fünf Mitarbeiterinnen, von denen jeweils täglich drei im Wechsel kochen. Immer dabei sind eine ausgebildete Köchin und eine Ernährungsfachkraft. In Form von Projekten werden die Schüler in die Küchenarbeit und die Zubereitung der Mahlzeiten eingebunden. Serviert werden von Montag bis Donnerstag jeweils zwei warme Mahlzeiten, ein Fleischgericht sowie ein vegetarisches Gericht. Eine Bio-Salattheke steuert weitere Vitamine bei und abgeschlossen wird die Mahlzeit stets mit einem hausgemachten Dessert, meist eine Quark-Obst-Speise. Mittwochs gibt es ein Überraschungsessen, im dem Überschüsse aus vorherigen Einkäufen oder Speisezubereitungen verarbeitet werden. Dazu gibt es Wasser aus der Trinkwasseranlage, Tee und meist auch etwas Bio-Obst.

Aktionswochen steigern Attraktivität

Um die Attraktivität der Mensa zu steigern, gibt es regelmäßig Aktionswochen. Tradition haben inzwischen die EM-Wochen und die WM-Wochen. Hier können die Kinder auch einen Tipp auf den Spielausgang abgeben. Sehr beliebt sind auch die US-Wochen, für die eigens der Burger „Mc Mensa“ kreiert wurde. Aber auch die „Klassenlieblingsessen“ kommen immer gut an, heißt es in der Mitteilung.

Seit diesem Schuljahr beliefert die Schulkantine in Efringen-Kirchen auch die Grundschule Istein mit frischen Mahlzeiten. Das ist zwar logistisch aufwendig, doch die Kinder wissen die Qualität zu schätzen, wie zahlreiche Rückmeldungen bestätigen, teilt die Schule mit.

Ebenfalls noch relativ neu ist das „EU-Schulprogramm“, das in der Grundschule für eine Extraportion frisches Obst und Gemüse sorgt. Die EU stellt ihren Mitgliedsstaaten dafür jährlich insgesamt 220 Millionen Euro zur Verfügung.

Auf Geschmacksverstärker wird verzichtet

„Geschmacksverstärker, synthetische Farb- und Konservierungsstoffe sowie künstliche Aromen wurden längst aus der Schulküche verbannt“, heißt es seitens des Schulzentrums. Bei der Wahl der Nahrungsmittel und der Zubereitung der Speisen orientiere sich das Mensa-Team an den Qualitätsstandards der DGE sowie des Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund (FKE).

„Die Geschmacksvorlieben werden in der Kindheit gelegt“, erläutert Andrea Däublin-Schmid. Der menschliche Geschmack ist nicht nur genetisch festgelegt, sondern zu einem großen Teil auch erlernt. Das Motto des Tages der Schulverpflegung „Vielfalt schmecken und entdecken“ sei daher ganz im Sinne der Philosophie des Schulkantinen-Teams.

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