Von Marco Schopferer Efringen-Kirchen. Noch sind die Flüchtlinge gar nicht angekommen und doch gibt es bereits viel Unterstützung aus den Reihen der Bevölkerung. Der aktive Helferkreis „Fürenand“ zählt zwischenzeitlich über 80 Mitglieder. Diese Welle der Solidarität sei einzigartig, heißt es aus dem Landratsamt. Heute sollen die ersten 40 Flüchtlinge eintreffen. Heimleiterin Susanne Maria Kraft kann es kaum fassen. Sie sei „überwältigt von der Unterstützung“ aus der Bevölkerung, „dies ist einmalig, keine andere Gemeinschaftsunterkunft erlebt solch eine große Solidarität“, sagt Kraft. Sie sieht sich am Dienstagabend im Rathaussaal 65 Bürgern gegenüber, die allesamt tatkräftig anpacken wollen, um den Flüchtlingen einen angenehmen Empfang und Aufenthalt in Efringen-Kirchen ermöglichen. Schon seit Monaten bereitet sich der Arbeitskreis „Fürenand“ mit seinen zunächst knapp 30 Unterstützern auf die Ankunft der Flüchtlinge vor. Seine Arbeit wurde inzwischen zum Selbstläufer. Noch im Sommer machte Bürgermeister Wolfgang Fürstenberger das Anliegen zur „Chefsache“, beim jüngsten Treffen war aber kein Rathausmitarbeiter offiziell mit dabei. So etwas fällt auf, wird am Rande diskutiert, scheint aber niemanden wirklich zu stören. Jan-Uwe Ohme bat darum, dass zur März-Sitzung auch der neue Bürgermeister eingeladen wird, „damit wir den auch mal kennenlernen“. Gerhard Blattmann, Fachbereichsleiter Planung und Bau beim Landkreis, teilte mit, dass die Gemeinde ein direkt bei der Unterkunft gelegenes Grundstück gekauft habe. Der Landkreis würde es pachten, um dort einen Bolzplatz oder Gartenflächen anzulegen. Dies käme womöglich billiger, als die östliche Hügellandschaft in eine Spielfläche umzuwandeln, wie angedacht war. Auch ein schon lange geplanter Gehweg zum Märktezentrum werde die Gemeinde möglichst bald bauen, wusste Blattmann. Angedacht sei vom Landkreis, den Sicherheitszaun zur Schnellbahntrasse um einige Meter gen Süden zu verlängern. Grundsätzlich gelte aber auch in der Gemeinschaftsunterkunft: „Eltern haben eine Aufsichtspflicht und sind für ihre Kinder verantwortlich“. Der Weg zu Fuß ins Dorf sollte über den Kreisel am Trübliring führen. Dies sei auch der nächste Schulweg. Bei der Bezirkskellerei sei aus verkehrsrechtlichen Gründen weder eine Bedarfsampel noch ein Fußgängerüberweg möglich. Nur ein Tunnel oder eine Fußgängerbrücke sei im Außenbereich genehmigungsfähig, was aufgrund der Kosten wiederum utopisch sei, so Blattmann. Überprüft werde derzeit im Landratsamt allerdings noch, ob der Schulbus aus Egringen, beziehungsweise jener der die Britschen-Höfe anfährt, die Schulkinder nicht auf dem gleichen Weg mitnehmen kann.