Efringen-Kirchen Hochwasserschutz hat Priorität

Das Egringen Rathaus ist ein Wahrzeichen des Orts. Mittelfristig stehen Sanierungsarbeiten an der Fassade auf dem Programm. Foto: Archiv/Lorenz

Egringen - Die Mittelanmeldung für den neuen Haushalt, die der Ortschaftsrat am Dienstagabend beschlossen hat, zeigt, dass in Egringen im kommenden Jahr vor allem ein Thema Vorrang haben wird: der Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen.

Der Ortsteil Egringen ist bei Starkregen meist besonders betroffen, was unter anderem mit der Hanglage zusammenhängt. Man müsse daher versuchen, das Wasser auf dem Dorf herauszuhalten oder zumindest in geregelte Bahnen zu lenken, legte Ortsvorsteher Bernd Meyer in der Sitzung am Dienstagabend dar. Der Hochwasserschutz müsse aus seiner Sicht Priorität haben und steht deshalb auf der Liste für die Mittelanmeldung ganz oben.

Zügig und günstig umsetzbare Maßnahmen

Allerdings, so betonte Meyer, gehe es nicht darum, finanzielle Großprojekte aus dem Boden zu stampfen, sondern viel mehr darum, zu klären, wie sich mit relativ einfachen Maßnahmen mehr Sicherheit bei Starkregen schaffen lässt. Er habe diesbezüglich schon positive Gespräche mit dem Bauamt der Gemeinde Efringen-Kirchen und mit dem Werkhof geführt, so der Ortsvorsteher.

Als Beispiel nannte Meyer die Verbesserung des Abflusses im Bereich des Reinacher Wegs. „Daneben haben wir noch zwei, drei andere vielversprechende Ideen.“ Er sei guter Dinge, dass sich damit eine Verbesserung des Schutzes im Fall von Starkregenereignissen verhältnismäßig zügig und günstig umsetzen lasse, sagte Meyer. Dieser Thematik im kommenden Jahr die höchste Priorität einzuräumen, stieß bei den Ratsmitgliedern auf ungeteilte Zustimmung.

Weiter stehen auf der Egringer Liste zudem die Erschließung des Neubaugebiets „Brühl“ und die Ausweisung der Parkbuchten an der Kanderner Straße. Beides mache bereits Fortschritte.

Mittelfristig wird es in Egringen aber noch einiges mehr zu tun geben, wie der Blick auf die Maßnahmen für das Investitionsprogramm bis 2025 zeigte.

Sanierungen im Investitionsprogramm

Weiter am Ball muss der Ortsteil bezüglich der Sanierung der Rathausfassade bleiben, die in Teilen bereits deutliche Beschädigungen aufweist. Auch die teils noch vorhandenen alten Holzfenster müssen in absehbarer Zeit ausgetauscht oder zumindest gestrichen werden, veranschaulichte Meyer anhand von entsprechenden Aufnahmen. Er werde diesbezüglich das Gespräch mit Herbert Schneider, dem Gebäudemanager der Gemeinde Efringen-Kirchen, suchen.

Laut Meyer soll es in einem ersten Schritt darum gehen, genau zu beziffern, welchen finanziellen Umfang die Arbeiten an der Rathausfassade haben werden. „Dann sehen wir weiter.“

Daneben wird es in Zukunft auch am „Haus der Vereine“ einiges zu tun geben. Besonders das Fachwerk am Landjugendbau macht dem Ortsvorsteher Sorgen. „Das sieht zum Teil böse aus.“

Am Musikvereinsheim stehen zudem Arbeiten an Fenstern und der Tür an. Auch diesbezüglich soll zunächst abgeklärt werden, welche Arbeiten mit welchem finanziellen Aufwand nötig sind, beschrieb Meyer das weitere Vorgehen.  Dann, so entgegnete er auf eine Anfrage aus dem Ortschaftsrat, könne man sich auch darüber Gedanken machen, wo man gegebenenfalls durch Eigenleistungen Kosten einsparen kann.

Einige kleinere Maßnahmen will man in Egringen bereits in den kommenden Monaten im Zuge der Herbstprojekte in Angriff nehmen. Wie Meyer darlegte, sollen die Ballfangnetze am Sportplatz unter anderem aus Sicherheitsgründen entfernt werden.

Eine bislang wenig ansehnliche Ecke vor dem Vereinsheim soll zudem aufgewertet werden. Der Ortschaftsrat will hier einen Fahrradstellplatz errichten. Als Untergrund könnten Verbundsteine dienen, erklärte Meyer, wobei die Bögen für die Fahrräder nicht festbetoniert, sondern angedübelt werden könnten.

Der Zugang wird über Geländer so geregelt, dass keine Gefährdung durch und für den Straßenverkehr entsteht. Durch die Geländer wird zugleich sichergestellt, dass der in der Ecke befindliche Hydrant frei zugänglich bleibt. Etwa acht bis zehn Fahrräder sollen an der Anlage Platz finden, möglicherweise auch mehr, hieß es.

Der Bauhof könne den Untergrund vorbereiten. Das Legen des Verbundsteins und das „Draufdübeln“ der Anlage übernimmt dann die Ortsverwaltung, so der Plan.

Für die bereits im vergangenen Jahr angedachte Sanierung der Friedhofsmauer hingegen brauche es laut Meyer eine Menge „Manpower“, wenn die Arbeiten im Sinne der Herbstprojekte – also an einem oder zwei Wochenenden – ausgeführt werden sollen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation soll damit noch gewartet werden, so der Ortsvorsteher.

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