Efringen-Kirchen Impfung hat weiterhin Priorität

Vor allem die Unterstützung beim Impfen stand bei der CDU Efringen-Kirchen zuletzt auf der Agenda. Foto: sba/Andreas Arnold

Die Bundestagswahl rückt näher. Im Vorfeld des Urnengangs hat sich unsere Zeitung bei den Ortsverbänden in Efringen-Kirchen umgehört und nachgefragt, wo deren Parteien nicht nur auf Bundesebene, sondern auch im Lokalen Schwerpunkte setzen.

Von Ingmar Lorenz

Efringen-Kirchen. Im zweiten Teil unserer Serie berichtet Karl Rühl, Vorsitzender des Ortsverbands der CDU, was in den vergangenen Monaten auf der Agenda stand, welche Themen in Zukunft wichtig sind und wie er der Wahl am 26. September entgegensieht.

Frage: Herr Rühl, welche Themen haben den CDU-Ortsverein jüngst in erster Linie beschäftigt?

Der CDU-Ortsverein hat sich in erster Linie dem Impfen verschrieben. Hier haben wir uns für das Impfen vor Ort eingesetzt und unterstützen nach wie vor das Impf-Team um Dr. Gerhard Kienle. Meines Erachtens hat die Bekämpfung der Pandemie oberste Priorität, damit wir wieder andere Dinge in Angriff nehmen können.

Frage: Was steht in den kommenden Wochen und Monaten auf der Agenda?

Bei steigenden Inzidenzen immer noch die Unterstützung zum und beim Impfen. Wir rufen die Leute auf, sich impfen zu lassen, zum Schutz für sich und diejenigen, die nicht geimpft werden können – zum Beispiel Schwangere und Kinder. Daneben werden wir jetzt natürlich alles versuchen, unsere Kandidatin Diana Stöcker im Wahlkampf zu unterstützen. Es steht noch eine Generalversammlung an und wir wollen aktiv neue Mitglieder gewinnen.

Frage: Wie sieht es bezüglich der Mitgliederentwicklung denn derzeit aus?

Die Mitgliederzahlen stagnieren.

Frage: Mit Blick auf die Bundespolitik: Die Kandidatur von Armin Laschet war seinerzeit umstritten. War es rückblickend die richtige Entscheidung, oder wäre Markus Söder weiterhin Ihr Favorit gewesen?

Meiner Meinung nach war die Entscheidung eines relativ kleinen Gremiums, Armin Laschet auf das Schild zu heben, falsch. Sehr viele aus meinem Umfeld sagen heute, dass Sie noch nicht wissen, wen Sie wählen sollen, nachdem es einen Kanzlerkandidaten Söder nicht gibt. Die Demoskopie zeigt genau diese Entwicklung.

Frage: Was ist aus Ihrer Sicht das stärkste Argument dafür, sein Kreuzchen am 26. September bei der Union zu machen?

Mit unserer Kandidatin Diana Stöcker haben wir eine sehr kompetente Person gewonnen, die sich sowohl in der Wirtschaft als auch in sozialen Fragen sehr gut auskennt – und das mit Sympathie und viel Chuzpe.

Frage: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Union an der nächsten Regierung – in welcher Form auch immer – beteiligt sein wird. Welche Koalitionspartner würden sich aus Ihrer Sicht besonders anbieten?

Es ist schwierig, eine Prognose abzugeben. Ich wünsche mir für die CDU ein Ergebnis jenseits der 30 Prozent. Die FDP als Koalitionspartner steht uns mit den Schnittmengen sicher am nächsten. Als Dritte im Bunde, und darauf wird es hinauslaufen, kommen für mich die SPD oder die Grünen infrage. Es gibt wichtige Entscheidungen zu treffen, da ist ein Dreierbündnis die Grundlage für eine gute und austarierte Politik.

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