Efringen-Kirchen Kamerafahrt durch die Abwasser-Kanäle

Beatrice Ehrlich
 Foto: zVg

Efringen-Kirchen - Kanalsanierungsarbeiten zum Preis von rund 192 000 Euro hat der Gemeinderat Efringen-Kirchen in seiner jüngsten Sitzung an das Unternehemn Kilian Kanalsanierung aus Fürth vergeben.

Adelbert Gantner vom Ingenieurbüro Bölk und Gantner, das die Kanäle in Efringen-Kirchen seit vielen Jahren regelmäßig kontrolliert und für die Sanierungsplanung verantwortlich zeichnet, war in der Sitzung anwesend und informierte ausführlich über mögliche Schäden. Da die Kanalinspektion mithilfe von Kameras durchgeführt wird, konnte der zu den verschiedenen Schadensarten jeweils auch Bilder zeigen.

So können über Schadstellen eindringendes Wurzelwerk, aber auch unsachgemäß in die Kanalisation eingebrachte Materialien, etwa Zement-Reste den Durchfluss von Schmutz- und Regenwasser erheblich beeinträchtigen, führte Gantner den Räten vor Augen. Auch Kalkablagerungen könnten so massiv sein, dass der Durchfluss bis zu 80 Prozent eingeschränkt sei.

Kalkablagerungen verstopfen Rohre

Ein weiteres Problem seien schon beim Bau entstandene Schäden und Undichtigkeiten an Rohrverbindungen, die man vor der Einführung der kameragestützten Rohrinspektion oft gar nicht bemerkt habe.

Über solche Öffnungen eindringender Schmutz, vor allem Fremdwasser, könne zu Schwierigkeiten in der Kläranlage führen bis hin zur Verweigerung der Abwasserannahme.

Eindringendes Fremdwasser ist großes Problem

Auch die Wirksamkeit der Regenüberlaufbecken könne durch übermäßigen Fremdwasserzulauf eingeschränkt sein, unterstrich Gantner. Im Anschluss stellte er verschiedene Arten der Kanalsanierung vor, die auch in Efringen-Kirchen zum Einsatz kommen. Eine davon ist die Einbringung eines vor Ort aushärtenden harzgetränkten Glasfaserschlauchs, der mithilfe eines Roboters und eines ballonartigen „Packers“ an Ort und Stelle gebracht wird. Der Vorteil davon ist, dass keine Baggerarbeiten notwendig sind.

Im Haushalt der Gemeinde sind für die Kanalsanierung in diesem Jahr 250 000 Euro eingestellt. Alle drei Firmen, die Angebote eingereicht hatten, bleiben unter dieser Summe, so auch das nun beauftragte Unternehmen.

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