Efringen-Kirchen Keine Toleranz für jegliche Gewalt

Sie präsentierten das Kinder- und Jugendschutzkonzept des FC Huttingen: (von links) Dominik Brändlin, Verena Eyhorn, Vorsitzender Michael Frey und Marco Wenk. Foto: Joachim Pinkawa

Huttingen -  Jugendschutz genießt beim FC Huttingen oberste Priorität. Aus diesem Grund hat das Gremium „FCH 2026“ ein Kinder- und Jugendschutzkonzept erstellt, welches für einen Verein dieser Größe in unserer Region einzigartig ist.

Zur Prävention und zum Schutz für Kinder und Jugendliche will der Verein Diskriminierung sowie seelischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt keinen Platz mehr bieten. „Der FC Huttingen möchte neben der sportlichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen auch deren Schutz gewährleisten und ihr Wohl in den Vordergrund stellen“, artikulierte Vorsitzender Michael Frey am Freitagabend bei der Vorstellung des Konzepts auf dem Huttinger Sportgelände.

Gemeinsam mit den Kinder- und Jugendschutzbeauftragten des Vereins, Marco Wenk, Dominik Brändlin und Verena Eyhorn, wurde den Pressevertretern der Verhaltenskodex und die präventiven Maßnahmen für die Spielerinnen und Spieler, die Trainerinnen und Trainer alle aktiven Mitglieder sowie Eltern und auch Fans und Unterstützer vorgestellt.

Verhaltenskodex wurde erstellt

Auf Basis von „Fairness, Vertrauen, Vielfältigkeit, Höflichkeit, Zuverlässigkeit, Teamgeist und Respekt“ definiert das mit dem Landratsamt und dem Kinderschutzbund abgestimmte Konzept klare Verhaltensregeln für alle am Sportbetrieb Beteiligten. Die wichtigste Regel lautet dabei „Ich sage Nein, wenn ich etwas nicht möchte, oder etwas meine persönliche Grenze überschreitet“. Das soll schon dann geschehen, wenn man sich in einer Situation unwohl fühlt. Auf der anderen Seite gilt aber auch: „Ich akzeptiere es, wenn jemand anderes Nein sagt“, erläuterte Marco Wenk den Verhaltenskodex.

Weitere Regeln sind: Ich spreche mit einer Vertrauensperson (Jugendschutzbeauftragte), ich behandle alle so, wie ich gern selbst behandelt werden möchte, ich übe keine seelische oder körperliche Gewalt aus und verbreite keine Fotos oder Videos gegen den Willen anderer Personen. Gefördert werden sollen dagegen die Unterstützung anderer, wenn sie Hilfe brauchen sowie die Verinnerlichung von Fairplay und des Teamgedankens. Auf Basis des Verhaltenskodex wurden Präventionsmaßnahmen und Verhaltenskodizes für Trainer und Eltern gestaltet und um spezifische Maßnahmen ergänzt.

Auch von der Jugend kann Gewalt ausgehen

Ein Thema, das selten Beachtung findet: Es kann ebenso zu Grenzverletzungen und Übergriffen von Kindern und Jugendlichen gegenüber Trainern mit Beleidigungen und verbalen Drohungen bis hin zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kommen. Auch dagegen wurden Maßnahmen definiert.

Der FC Huttingen schließt sich gleichzeitig der Empfehlung des Landkreises Lörrach an und fordert von sämtlichen Jugendtrainern ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis sowie eine Selbstverpflichtungserklärung zum Kinder- und Jugendschutzkonzept des Vereins. Trainer werden künftig in ihren fachlichen und sozialen Kompetenzen (auch Kinder- und Jugendschutz) bei regelmäßigen Weiterbildungen geschult.

Um auch schon die Jüngsten mit dem Schutzkonzept zu erreichen, wurde eigens ein kleines Comic-Heft erstellt, das mit „Hutti“, einem Otter, den Kindern die wichtigsten Grundlagen vermitteln und das Selbstbewusstsein stärken soll. „Hutti“ wird sich auch auf T-Shirts des Vereins „Stark machen für den Kinderschutz“.

 Das Kinder- und Jugendschutzkonzept mit allen Ansprechpartnern kann auf der Webseite des Vereins eingesehen werden unter: www.fc-huttingen.de/jugendschutzkonzept.

Umfrage

reg_0210_Impfung_dpa_Christoph_Soeder

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hal vorgeschlagen, die „epidemische Notlage von nationaler Tragweite“ Ende November zu beenden. Was halten Sie davon? 

Ergebnis anzeigen
loading