Efringen-Kirchen Keine Wartezeiten beim Impfen

Efringen-Kirchen -  Der Ansturm in der Mehrzweckhalle in Efringen-Kirchen hat sich dank genauer Zeitplanung in Grenzen gehalten: Gestern wurde im Rebland interkommunal geimpft, 407 Menschen im Alter zwischen 18 und 85 Jahren aus Efringen-Kirchen und den umliegenden Kommunen haben ihre erste Corona-Impfung erhalten.

Das kontaktlose Fiebermessen vor dem Betreten der Halle ist mittlerweile gang und gäbe. Wer durch eine erhöhte Temperatur bereits am Einlass auffällt, kann nicht bis zur Anmeldung vorgelassen werden. „Bisher gab es aber im gesamten Ablauf keinerlei Probleme, es gibt so gut wie gar keine Wartezeit und der Durchlauf funktioniert einwandfrei“, erklärte Karl Rühl, Gemeinderatsmitglied in Efringen-Kirchen und Mitorganisator des gestrigen Impftermins, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Bereits am 25. Mai hatte die Gruppe LeNa (Lebendige Nachbarschaft) gemeinsam mit der Gemeinde und dem DRK einen Impftag organisiert, jetzt wurde die Aktion wiederholt.

„Zum heutigen Termin haben sich 430 Leute angemeldet, erfahrungsgemäß kommen aber nicht alle. Wir gehen davon aus, dass wir heute rund 400 Leute impfen werden“, berichtete Gerhard Kienle. Dem Allgemeinmediziner oblag die ärztliche Leitung in der Mehrzweckhalle.

Insgesamt zeigten sich die Organisatoren mit den Abläufen sehr zufrieden: „Wir richten uns nach den bereits gesammelten Erfahrungswerten und haben die Aktion daher so getaktet, dass zwölf Personen in zehn Minuten geimpft werden“, legte Kienle dar.

Der Ablauf habe sich im Vergleich zum Termin am 25. Mai geringfügig verändert. „Da wurde das ärztliche Aufklärungsgespräch noch vor der Kabine geführt. Jetzt werden die Bürger direkt nach der Registrierung in die Kabinen geleitet und erst dort findet die Aufklärung vor der eigentlichen Impfung statt“, wusste Rühl zu berichten. Für diese Variante der Abwicklung habe man sich aus Datenschutzgründen und um den Durchlauf noch effizienter zu gestalten entschieden.

Julius Wissemann, Medizinstudent und Leiter des Mobilen Impfteams (MIT) aus Freiburg, zeigte sich zuversichtlich, dass zwischen 9.30 und 16 Uhr alle Bürger registriert und geimpft sein werden: „Die Aktion läuft wie letztes Mal hervorragend.“

Wissman war zusammen mit einem neunköpfigen Team, bestehend aus sieben Medizinstudenten und zwei Fahrern der örtlichen Hilfsdienste, aus Freiburg angereist. Sie kümmerten sich sukzessive um die Registrierung und Anamnese der Bürger, halfen aber auch bei der medizinischen Abwicklung. „Es ist sinnvoll, dass diese Aufgaben von medizinisch geschultem Personal übernommen werden“, erklärte Wissemann, denn immerhin könnten beim Aufziehen des Impfstoffs Fehler unterlaufen, „da kann man nicht jeden dransetzen“.

Pro Impfaktion wird darauf geachtet, dass nur ein Typ der verschiedenen Impfstoffe zum Einsatz kommt. So wird die Gefahr einer Verwechslung ausgemerzt. Am gestrigen Termin impften die fünf anwesenden Ärzte mit dem Moderna-Impfstoff. „Der mRNA-Impfstoff ist eher instabil, daher ist beim Aufziehen viel Vorsicht geboten“, erläuterte Wissemann. Der Impfstoff werde bereits vorverdünnt geliefert und sei daher direkt einsatzbereit.

Alle Bürger, die gestern zum Impftermin erschienen, werden in sechs Wochen zum zweiten Mal in der Halle geimpft.

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