Efringen-Kirchen Kindergartenplätze werden künftig mehr kosten

Die Kindergartengebühren werden erhöht. Foto: sba

Efringen-Kirchen -  Für die Kindergartenjahre 2021/22 und 2022/23 werden die Kindergartenbeiträge in Efringen-Kirchen erhöht, wie der Verwaltungsausschuss am Montag beschlossen hat. Dies sei laut Kämmerin Daniela Wenk notwendig geworden, um die von Kirchen und Kommunalverbänden ausgesprochene Empfehlung, dass 20 Prozent der Betriebskosten aus Gebühren gedeckt werden, nachzukommen. Die Gebühren werden um 3,4 Prozent erhöht.

Die Nachkalkulation für die Jahre 2018 und 2019 hat laut der Rechnungsamtsleiterin ergeben, dass die Kostendeckung aus Elternbeiträgen rund 17,9 respektive 18,3 Prozent betragen hat. „Das Jahr 2020 ist pandemiebedingt nicht repräsentativ“, erklärte Wenk zu dem Umstand, dass dieses Jahr bei der Betrachtung keine Rolle gespielt hat.

Im Hinblick auf die mit der Haushaltsgenehmigung seitens der Rechtsaufsichtsbehörde festgestellte Erfordernis der Erhöhung des Kostendeckungsgrades sei ein Deckungsgrad von 20 Prozent unbedingt angeraten. Selbst mit dieser Erhöhung sei davon auszugehen, dass die Gemeinde ein Defizit von 49,9 Prozent der Gesamtkosten aller Kindergärten aus Steuermitteln zu erbringen hat. Eine freiwillige Übernahme weiterer Kosten sei angesichts der angespannten Haushaltslage nicht angebracht. Damit der Kostendeckungsgrad von 20 Prozent erreicht wird, sollten im Jahr 2022 insgesamt 645 000 Euro an Gebühren eingenommen werden, im Jahr 2023 dann 671 500 Euro, legte Wenk dar.

Konkret heißt dies, dass das erste Kind, das in der Regelgruppe mit 30 Stunden Betreuung in der Woche im Kindergartenjahr 2021/22 dann 133 Euro pro Monat, im Jahr 2022/23 dann 138 Euro pro Monat kostet (bisher: 129 Euro). Für das zweite Kind fallen wie bisher 50 Prozent der Kosten an, in diesem Fall also 67 Euro (2021/22) respektive 69 Euro (2022/23).

Meinungen und Fragen

Karl-Friedrich Hess (SPD) fragte nach, wie die Erfahrungen in anderen Kommunen mit einer Erhöhung der Kindergartengebühren seien. Hauptamtsleiter Clemens Pfahler meinte, dass man kein Prophet sein müsse, um mit Blick auf die Haushaltsbeschlüsse im Herbst davon auszugehen, dass viele Kommunen pandemiebedingt die Gebühren massiv erhöhen müssen.

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