Efringen-Kirchen Landratsamt soll Sachverhalt klären

Huttingen - Zu einer Auseinandersetzung unter den Zuhörern kam es, als im Huttinger Ortschaftsrat die erneute Vorlage eines zuvor schon abgelehnten Bauantrags auf der Tagesordnung stand.

Bereits Ende vergangenen Jahres hatten die Mitglieder des Ortschaftsrats bei einer Ortsbegehung festgestellt, dass die tatsächlichen Geländegegebenheiten nicht den Angaben im Antrag entsprachen. Bestätigt wurde dies damals auch von anwesenden Anrainern, die gegen das Bauvorhaben, den Neubau eines Doppelhauses in der Straße Am Sattel, Einspruch eingelegt hatten. Der Bauherr hatte Nachbesserung zugesagt.

Im vorgelegten Antrag hatten der Ortschaftsrat nichts mehr am Gebäude selber auszusetzen, da die Gauben verkürzt worden waren und die Wandhöhe der Garage reduziert wurde, so dass jetzt von daher den Vorgaben des Bebauungsplans entsprochen wurde. Wohl aber war der Unterschied in der Geländehöhe im Vergleich zu den umliegenden Grundstücken immer noch nicht bereinigt. Das führte zu teils hitzigen Wortbeiträgen der wieder anwesenden betroffenen Nachbarn.

Ratsmitglied Kevin Brändlin nannte das Gebäude „grundsätzlich genehmigungsfähig“, wies aber darauf hin, dass sich jeder nach den Maßgaben im Bebauungsplan zu richten habe, wie es auch vehement von einer Anrainerin gefordert wurde.

Ein weiterer Nachbar störte sich an einer wegen des Bodenunterschieds geplanten Stützmauer, durch die er sich behindert sah. Ortsvorsteherin Petra Senn befand den Antrag gemäß Bebauungsplan „noch im Rahmen tolerierbar“, wollte aber den Vorgang endgültig vom Landratsamt prüfen lassen.

Senn fordert Kompromissbereitschaft

Nach längerer Diskussion und wiederholter Einlassungen der Anrainer lehnte der Ortschaftsrat schließlich erneut den Antrag einstimmig ab, obwohl gegen den Hausbau an sich keine Einwände bestünden, wie die Ortsvorsteherin bestätigte. Nun soll sich das Landratsamt mit dem Vorgang beschäftigen. Der Bauherr zeigte sich kompromissbereit und will den Entscheid des Amts abwarten.

Salomonisch rief Senn auch die Beteiligten auf, zu einem Kompromiss zu kommen, schließlich müsse man ja noch miteinander leben.

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