Von Jutta Schütz

Efringen-Kirchen. Mit dem Umzug der Pfalz-Apotheke in das Ärztehaus am Gießenfeld ist das Apotheken- oder Museumsschaufenster, das lange Zeit mit besonderen Dekorationen historische Themen aufgegriffen hat, passé.

Zur Verfügung gestellt hatte die Schaufläche für besondere Museumsthemen Apothekerin Brigitte Knaudt, die bereits ein neues Angebot unterbreitet: In den neuen Apothekenräumen gibt es zwar kein Schaufenster, dafür aber eine Vitrine mit Platz für Museumsthemen. Ende vergangener Woche haben Museumsleiterin Maren Siegmann und Helga Meier, Vorsitzendende des Förderkreises Museum Alte Schule, das Schaufenster der Pfalz-Apotheke ausgeräumt.

Die letzte Präsentation hatte sich auf die Herstellung von Wurstwaren in früheren Zeiten bezogen. Zur Darstellung gehörten Metzgergerätschaften und Abbildungen, die das Schlachten, die Wurstherstellung, den Fleischverkauf und -verzehr im Mittelalter und der frühen Neuzeit zeigten. Nebenbei gab es alte Rezepte nachzulesen. „Das Museumsschaufenster war immer ein Hingucker. Sehr viele Leute blieben davor stehen, besonders, wenn Gebrauchsgegenstände aus früheren Zeiten, Bilder oder Fotos involviert waren“, berichtet Knaudt.

Die Idee, dem Museum in der Apotheke ein Forum zu geben, hatten Brigitte Knaudts Vater Rainer sowie Karlfrieder Schmidt und Hans-Jürgen Rung vom Förderkreis Anfang 1990. Über 20 Jahre lang wurden verschiedenste Themen, die die Bevölkerung interessierten, im Pfalz-Apothekenschaufenster abgebildet.

„Ernährungsthemen waren beliebt, aber auch die Beschäftigung mit Weinanbau und alte Fotos zu Themen, die mit dem Dorf zu tun hatten – wobei historische Ansichten oder Klassenfotos gezeigt wurden“, berichtet Maren Siegmann. Auf Zuspruch stießen auch die Dekorationen, die sich mit dem Thema „Licht“ zur Winterzeit beschäftigten.

Amüsiert erinnert sich Siegmann an eine besondere Regalkonstruktion, die für eine Schaufensterpräsentation gebraucht wurde, und die dafür speziell in die Fensterfläche eingepasst werden musste. „Da standen etliche Männer vor der Scheibe und haben sich gefragt, wie dieses Regal konstruiert wurde“, lacht sie und bedankt sich für Dekorationsideen und Profitipps bei Helga Meier, die gelernte Schauwerbegestalterin ist.

Spaß an den Schaufensterthemen hatten auch Brigitte Knaudts Angestellte: „Man hat immer etwas gelernt.“ Wenn die Apotheke umgezogen ist, wird sich Maren Siegmann die Vitrine, in der man Museumsthemen präsentieren könnte, ansehen, nicht ohne vorsichtig Erwartungen zu bremsen: „Vitrinen sind wegen der Rundumzugänglichkeit gestalterisch schwieriger zu befüllen als Fenster.“