Efringen-Kirchen Mannigfaltige Maßnahmen möglich

Gerade Bereiche unterhalb von Maisfeldern sind gefährdet. Foto: Ingmar Lorenz

Efringen-Kirchen -  Im Zuge des Leuchtturmprojekts „EroL“ des Landkreises Lörrach wurden für die Gemeinde Efringen-Kirchen Maßnahmen erarbeitet, um sich im Fall von Starkregenereignissen und Erosion möglichst effektiv zu schützen. Wie diese aussehen können, wurde am Montagabend im Gemeinderat präsentiert.

Jessica Kempf vom Büro Geomer stellte die möglichen Maßnahmen vor. Inga Nietz, Sachgebietsleitung Klima und Boden im Landratsamt Lörrach, hatte zuvor das Projekt Erosionsereignisse durch Starkregen im Markgräflerland (EroL) vorgestellt und dabei das dreistufige Modell erklärt.

So wurden in einem ersten Schritt entsprechende Karten angefertigt, anschließend die Gefahrenbereiche identifiziert und schließlich Handlungskonzepte erarbeitet. Neben insgesamt neun Risikobereichen wurden in der Gemeinde Efringen-Kirchen fünf Risiko-Objekte identifiziert.

Dabei handelt es sich um Gebäude, die im Falle eines Starkregenereignisses besonders gefährdet sind und die zugleich durch ihre Nutzung einen besonderen Schutz benötigen. Es handelt sich um die Kindergärten in Wintersweiler und Istein, die Schulen in Istein und Egringen sowie das Feuerwehrgebäude in Istein.

Durch verschiedene Simulationen auf Grundlage der erarbeiteten Karten sowie durch das Heranziehen von Erfahrungswerten ließen sich zudem neuralgische Punkte im Gemeindegebiet ausmachen.

Wie kann sich die Gemeinde schützen?

Die möglichen Maßnahmen, welche die Gemeinde zum Schutz ergreifen kann, sind vielfältig, legte Kempf dar. Zunächst gehe es darum, im Zuge der sogenannten Informationsvorsorge auf die besonders gefährdeten Gebiete hinzuweisen, etwa durch Zusammenarbeit mit der Presse, über die Internetseite der Gemeinde oder auch im direkten Gespräch mit den Bürgern.

Ein Alarm- und Einsatzplan, der im Fall eines Starkregenereignisses die Koordination erleichtern soll, wird bereits erstellt, hieß es. Bei der Ausweisung neuer Baugebiete müsse zudem darauf geachtet werden, den Schutz vor Starkregenereignissen stets mitzudenken.

Ein großes Thema ist zudem die sogenannte Flächenvorsorge. Dabei geht es um die Frage, wie man das Wasser bereits in den Außenbereichen zurückhalten kann, so dass es erst gar nicht in die Dörfer fließt. In diesem Punkt können relativ einfache bauliche Maßnahmen zum Tragen kommen, verwies Kempf etwa auch die Anlage von Totholzhecken wie etwa in Schallbach.

Auch die Straßen begleitenden Mulden seien eine Möglichkeit. Hinzu kommt, dass sich die Anlage von Grünstreifen und der Anbau verschiedener Kulturen – also statt Mais etwa Getreide – in den entsprechenden Bereichen positiv auswirken. Diesbezüglich müsse das Gespräch mit den Landwirten gesucht werden. Erste bereits Gespräche hätten gezeigt, dass das Entgegenkommen seitens der Landwirte groß sei.

Richard Ludin drückte im Zuge der Diskussion sein Erstaunen darüber aus, dass der Bereich bei der Brücke beim „Hirschen“ in Welmlingen in den Plänen lediglich ein geringes beziehungsweise mittleres Gefahrenpotenzial aufweise. Die jüngsten Erfahrungen würden eine andere Sprache sprechen, so Ludin.

Bürgermeister Philipp Schmid erklärte, dass eine entsprechende Änderung vorgenommen werden könnte. „Es ist ein in sich laufender Prozess“, erklärte Schmid, dass die Gefahrenanalyse stets fortgeschrieben und neu eingeschätzt werde.

Ein in der Sitzung anwesender Bürger aus Welmlingen wies zudem mit Nachdruck darauf hin, dass sich am Lettenbach endlich etwas tun müsse, um den Durchfluss zu verbessern. Bereits mehrere Begehungen hätten stattgefunden, wobei stets versprochen worden sei, dass zeitnah Maßnahmen umgesetzt würden, blickte der Bürger bis ins Jahr 2016 zurück. „Passiert ist aber bisher nichts.“

Bürgermeister Schmid und Bauamtsleiter Marc Braun versprachen, sich des Themas anzunehmen. Braun regte darüber hinaus ein regelmäßiges Treffen unter anderem mit den Ortsvorstehern an, um sich über möglicherweise notwendig gewordene Maßnahmen direkt und unkompliziert austauschen zu können.

Helmut Grässlin wies darauf hin, dass die Einlaufschächte unbedingt freigehalten werden müssen. Gelinge es, dass möglichst wenig Schlamm und Geröll von den Feldern weggeschwemmt werde und das relativ saubere Wasser ungehindert in die Schächte fließen könne, sei schon viel gewonnen, so der Gemeinderat und Mappacher Ortsvorsteher.

Anja Schaffhauser stellte die Frage nach dem Fassungsvermögen des Kanalnetzes und wollte wissen, ob man mittelfristig nicht das gesamte Netz erweitern müsste. Kempf wies diesbezüglich auf die enormen Kosten und Schwierigkeiten hinsichtlich der Bezuschussung hin. Sie regte an, stattdessen das Wasser bereits im Außenbereich abzuleiten beziehungsweise versickern zu lassen.

Richard Ludin drückte im Zuge der Diskussion sein Erstaunen darüber aus, dass der Bereich bei der Brücke beim „Hirschen“ in Welmlingen in den Plänen lediglich ein geringes beziehungsweise mittleres Gefahrenpotenzial aufweise. Die jüngsten Erfahrungen würden eine andere Sprache sprechen, so Ludin. Bürgermeister Philipp Schmid erklärte, dass eine entsprechende Änderung vorgenommen werden könnte. „Es ist ein in sich laufender Prozess“, erklärte Schmid, dass die Gefahrenanalyse stets fortgeschrieben und neu eingeschätzt werde.

Ein in der Sitzung anwesender Bürger aus Welmlingen wies zudem mit Nachdruck darauf hin, dass sich am Lettenbach endlich etwas tun müsse, um den Durchfluss zu verbessern. Bereits mehrere Begehungen hätten stattgefunden, wobei stets versprochen worden sei, dass zeitnah Maßnahmen umgesetzt würden, blickte der Bürger bis ins Jahr 2016 zurück. „Passiert ist aber bisher nichts.“

Bürgermeister Schmid und Bauamtsleiter Marc Braun versprachen, sich des Themas anzunehmen. Braun regte darüber hinaus ein regelmäßiges Treffen unter anderem mit den Ortsvorstehern an, um sich über möglicherweise notwendig gewordene Maßnahmen direkt und unkompliziert austauschen zu können.

Helmut Grässlin wies darauf hin, dass die Einlaufschächte unbedingt freigehalten werden müssen. Gelinge es, dass möglichst wenig Schlamm und Geröll von den Feldern weggeschwemmt werde und das relativ saubere Wasser ungehindert in die Schächte fließen könne, sei schon viel gewonnen, so der Gemeinderat und Mappacher Ortsvorsteher.

Anja Schaffhauser stellte die Frage nach dem Fassungsvermögen des Kanalnetzes und wollte wissen, ob man mittelfristig nicht das gesamte Netz erweitern müsste. Kempf wies diesbezüglich auf die enormen Kosten und Schwierigkeiten hinsichtlich der Bezuschussung hin. Sie regte an, stattdessen das Wasser bereits im Außenbereich abzuleiten beziehungsweise versickern zu lassen.

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