Efringen-Kirchen Mit Leichtigkeit und Präzision

Weiler Zeitung
Die Sänger des seit gut 20 Jahren bestehenden Chors "InTakt“ boten bekannte und unbekannte Stücke. Foto: Ounas-Kräusel Foto: Weiler Zeitung

Von Regine Ounas-Kräusel

Efringen Kirchen. Spritzig und leicht, verpackt in schöne Chorarrangements sang der Chor „InTakt“ in der Festhalle Huttingen Chart-Hits und Jazzsongs, Bekanntes und Unbekanntes. Unter dem Motto „Herausgeputzt“ präsentierte Dirigentin Susanne Lesnarowski-Koc neu einstudierte Lieder und wieder „aufpolierte“ Stücke aus dem großen Repertoire des Chors, den sie vor 19 Jahren gegründet hat.

Den Zuhörern gefiel die Art des Chors, bekannte Hits zu interpretieren. Allein mit ihren Stimmen – nur von Yves de Groot am Klavier unterstützt – zauberten die gut 30 Sängerinnen und Sänger ganze Rhythmus- und Klanggebilde.

Beim Hit „Wake me up“ nahm der Chor den lockeren Swing des Pianisten auf, immer wieder strahlten die Frauenstimmen hörbar auf und füllten den Raum. Den Astronauten-Ohrwurm „Major Tom“ eröffneten die Männerstimmen mit einer lebhaften Basslinie, im Staccato entfalteten die Frauen den Sprechgesang vor dem Start, bis der Chor das Raumschiff mit schönen weiten Harmonien entschweben ließ. Das Publikum antwortete mit stürmischem Applaus und begeisterten Pfiffen. Weitere Hits wie „Summer in the City“ erklangen, aber auch weniger Bekanntes, wie Annett Louisans „Drück’ die Null“ gab der Chor zum Besten. Dieses Lied, in dem eine Frau in den verschiedensten Lebenslagen telefoniert, wirkte besonders durch den Sprachwitz des Texts.

Locker und beschwingt kamen die Sänger rüber. Immer wieder unterstrichen sie ihren Gesang mit Gesten und Bewegungen. Gleichzeitig sangen und artikulierten sie die Texte sehr präzise. Mit dieser Kombination aus Leichtigkeit und Präzision zogen die Sänger ihr Publikum in Bann. Schon bald herrschte in der Halle, in der einige treue Fans des Chors saßen, eine freudig angeregte Stimmung. Dazu beigetragen haben auch Susanne Lesnarowski-Koc mit ihren witzigen Ansagen und Yves de Groot mit seinem lebhaften, manchmal jazzig anmutenden Klavierspiel.

Mit dem süffig gesungenen „It’s too late“ wollte sich „InTakt“ verabschieden, das Publikum erklatschte sich aber noch eine Zugabe. Bevor der Chor die Bühne endgültig verließ, trug er noch das Lied „Ohne dich“ vor – eine charmant und wunderbar leicht gesungene Liebeserklärung an den Mann oder die Frau des Lebens. Susanne Lesnarowski-Koc hatte diesen Song für ihren Chor selbst arrangiert.

Nach dem Konzert kamen Chor und Publikum bei einem kleinen Bufett ins Gespräch, für das die Sänger selbst gekocht und gebacken hatten.

Umfrage

Zeichen

Die Fußball-WM in Katar sorgt für wenig Begeisterung. Sind Sie schon im Fußballfieber?

Ergebnis anzeigen
loading