Efringen-Kirchen Monatliche Treffen reichen nicht aus

Großen Zulauf hatte das jüngste Treffen des Asylkreises „Fürenand“ in Efringen-Kirchen Foto: Dorothee Philipp Foto: Weiler Zeitung

Von Dorothee Philipp

Efringen-Kirchen. Der Efringen-Kirchener Freundeskreis Asyl „Fürenand“ hat ein knappes Jahr nach seiner Gründung einen vollen Terminkalender und feste praxisnahe Strukturen, die eine effiziente Arbeit für die in der Gemeinschaftsunterkunft (GU) lebenden Flüchtlingsfamilien ermöglichen.

Obwohl man beim jüngsten Treffen im Efringen-Kirchener Ratssaal immer wieder hörte, dass man sich auf Neuland bewege, präsentierte sich „Fürenand“ professionell und hoch motiviert. Rund 130 Aktive gibt es, die sich in verschiedenen Arbeitskreisen betätigen, die von Koordinatoren geleitet werden. So wird jedes Engagement, ob in größerem oder kleinerem Umfang, an die richtige Stelle weitervermittelt.

Rosemarie Bachmann vom Asylkreis begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher, unter denen sich auch Bürgermeister Schmid und etliche Interessierte aus Nachbargemeinden befanden. Sie dankte der Gemeinde dafür, dass der Kreis den Ratssaal für Treffen nutzen kann, während Schmid „Fürenand“ für das ehrenamtliche Engagement in einer „multikomplexen Aufgabe“ lobte und den Mitgliedern jederzeit ein „offenes Ohr der Verwaltung“ zusicherte.

Fünf Teams kümmern sich derzeit um die Arbeitsschwerpunkte Administration, Sachspenden, Patenschaften, Kreatives und Handwerk sowie Projekte mit Kindern. Es hat sich schon vieles eingespielt, aber die Fluktuation und die Neuankünfte bis zur Vollbelegung mit 180 Menschen erfordern vollen Einsatz und enge Abstimmung der einzelnen Gruppen. „Zuerst hatten wir gedacht, monatliche Treffen des Koordinatorenteams genügen, aber inzwischen sind wir beim Zwei-Wochen-Rhythmus“, berichtete Bachmann.

Aktuell leben 93 Menschen in der Unterkunft, 25 Flüchtlingskinder wurden am Montag in zwei Gemeinschaftsklassen im Schulzentrum eingeschult. Ein Wermutstropfen für die Betreuer ist die neue gesetzliche Regelung, die Abschiebungen nach Serbien, Bosnien und Mazedonien ermöglicht, während Bosnien immer noch als nicht sicheres Herkunftsland gilt und Menschen von dort derzeit nicht abgeschoben werden können.

In der GU leben derzeit fünf Flüchtlinge aus Afghanistan, sechs aus Albanien, einer aus dem Irak, 35 aus dem Kosovo, zehn aus Syrien, aber auch drei aus Mazedonien und 20 aus Serbien. Nach dem Eindringen eines Vermummten in die GU Ende Januar wurde der Sicherheitsdienst aufgestockt, so dass die Unterkunft jetzt täglich von 22 bis 6 Uhr beaufsichtigt wird.

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