Efringen-Kirchen Obst- und Gemüsebauern erwarten Rekordjahr

Efringen-Kirchen (os). Nach zwei eher schwächeren Obst- und Gemüsejahren freut der Witterungs- und Ernteverlauf im Jahr 2014 die Erzeuger im Markgräflerland und die Vermarkter beim Erzeugergroßmarkt Südbaden (EGRO) mit Sitzen in Oberrotweil und Efringen-Kirchen. „Wir gehen von einem Obst- und Gemüsejahr aus, dass die beiden Vorjahre auf jeden Fall überbieten wird, was Mengen und letztlich auch Qualität angeht“, sagen Lorenz Boll und Kreisobstbauberater Klaus Nasilowski.

Insgesamt sei man der Erntezeit der letzten zwei Jahre um fast einen Monat und der durchschnittlichen Erntezeit gut zwei Wochen voraus, heißt es. Zuerst ein milder, niederschlagsreicher Winter, dann ein eher trockener, warmer Frühling ermöglichten ganz im Gegensatz zum Vorjahr zeitige Aussaat und ließ die verschiedenen Obstsorten optimal blühen. Regelmäßige Niederschläge befruchteten die Vegetation zusätzlich.

Und so begann die Saison für das erste Produkt aus der Region, den Spargel, schon Ende März. „Zu Ostern hatten wir dieses Jahr schon ein Viertel der Vorjahres-Gesamtmenge an Spargel vermarktet und zu Pfingsten hatten wir das Vorjahresergebnis von 1100 Tonnen schon überboten“, sagt Lorenz Boll.

Die Preise für den Spargel aus dem Markgräflerland seien gut und fest, so dass von einem Ertrag von rund fünf Millionen Euro ausgegangen werden könne, sagt Boll. Man werde noch bis Johanni, das übliche Ernteende, Spargel vermarkten. Allerdings werde mit der Hitze die Nachfrage jetzt zurückgehen.

Auch der Fischinger Spargel- und Erdbeerbauer Georg Denzer spricht von einem bisher sehr guten Erntejahr. Man habe ganz im Gegensatz zu 2013 Aussaat, Pflege und Ernte der Anlagen nicht in Gummistiefeln absolvieren müssen, so Denzer. Die Spargelfelder von Denzers brachten gute Qualitäts- und Mengenerträge. Da man die Anlagen nun aber schonen will, wird es bei Denzers schon vor Johanni keinen Spargel mehr geben.

„Wir hören bewusst früher auf als üblich, weil wir sehr früh begonnen haben und weil es nötig ist, den Pflanzen nun eine Ruhepause zu gönnen“, heißt es in Fischingen. Dort ist man auch mit der „optimalen Erdbeerernte“, die noch knapp vier Wochen andauern wird, sehr zufrieden.

Ebenso beim EGRO: „Wir werden 2014 ein absolutes Erdbeer-Rekordjahr erleben mit mindestens 3000 Tonnen und damit mehr als einem Viertel mehr als 2013“, sagt Lorenz Boll. Das dürfte bedeuten, dass mit den süßen Früchten ein Rekordertrag erzielt wird, ähnlich dem von 2011 mit damals fast sechs Millionen Euro.

Und auch die restlichen Ernteaussichten sind durchweg positiv. Bei der begonnenen Kirschenernte geht man nach Jahren mit sehr mäßigen Erträgen von guten Mengen über 2000 Tonnen Tafel-, Industrie- und Brennkirschen aus. Auch die anderen Beeren neben den Erdbeeren dürften ausgezeichnete Ergebnisse bringen. Und für die Zwetschgen, die im Juli zur Ernte anstehen, rechnet man ebenfalls mit hohen Mengen und sehr guter Qualität. Immer vorausgesetzt, das Wetter bleibt ohne Kapriolen, etwa Hagel oder längere, nasskalte Phasen.

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