Efringen-Kirchen Ortsgeschichte lebendig erhalten

Efringen-Kirchen - Übte der Förderkreis für das Museum in der Alten Schule in den vergangenen Jahren ein ums andere Mal Kritik an der Gemeinde wegen eines fehlenden Zugangs zum Jaspisbergwerk, waren bei der jüngsten Mitgliederversammlung nur versöhnliche Töne zu vernehmen.

Vorsitzende Helga Meier dankte dem (nicht anwesenden) Bürgermeister Philipp Schmid für dessen Unterstützung und die Beauftragung der Isteiner Bergwacht durch die Gemeinde, einen Zugang zum Bergwerk zu erstellen. Dieser soll aus Richtung des Kleinkemser Bahnhofs entstehen. Zudem wird demnächst ein Patenschaftsvertrag unterschrieben, nach dem der Förderkreis die Pflege und die Erhaltung des Bergwerks übernehmen und Führungen anbieten wird.

Mit Spaziergangs-Flyern, in denen kleine Wanderungen durch und um die Teilorte beschrieben werden, will der Förderkreis den Tourismus in der Gemeinde unterstützen. An den anwesenden Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Münkel gewandt, wünschte sich Meier eine bessere Präsentation der Flyer im Rathausfoyer.

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Vereins im kommenden Jahr wird ein Kalender mit historischen Fotos, die vor 1960 aufgenommen wurden, erstellt. Der Kalender steht ab Oktober zum Preis von fünf Euro zum Verkauf.

Rückblick

Die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr gingen aus dem von Joachim Gröbke verlesenen Tätigkeitsbericht hervor. Zahlreiche von der Museumsleiterin geführte Spaziergänge und Ausflüge bestimmten den Jahresablauf.

Im Jahr 1997 hatte der Förderkreis begonnen, Infotafeln an historischen Gebäuden in der Gemeinde anzubringen. Jetzt wurde Kleinkems von Armin Zimmer, der inzwischen rund 80 Tafeln angebracht hat, als letzter Teilort mit Schildern ausgestattet.

Kasse

Karlfrieder Schmidt verlas anstelle des erkrankten Rudolf Meier den Kassenbericht. Demzufolge erwirtschaftete der Verein 2018 zwar ein geringes Minus, dennoch gebe es „nichts zu jammern“, stellte Schmidt fest. So konnte ein fast gleich gebliebenes Finanzpolster aus 2017 übernommen werden. Die Kassenprüfer attestierten eine vorbildlich geführte Kasse.

Wahlen

Bei den von Bernd Münkel geleiteten Wahlen wurde Helga Meier in ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt, ebenso gemeinsam mit Jutta Schütz als Schriftführerin. Karin Zimmer bleibt Beisitzerin, Michael Schweitzer kommt neu als Beisitzer hinzu. Hans-Jürgen Rung und Karlfrieder Schmidt bleiben Kassenprüfer.

Ausblick

18. Juli Ausflug mit Führung zum Hartmannsweilerkopf; 10. August Besuch des Alamannen-Museums in Vörstetten; 1. September Spaziergang mit Maren Siegmann anlässlich des „Europäischen Tages der jüdischen Kultur“; 14. September Spaziergang um Welmlingen (mit Maren Siegmann); 15. September „Tag des Geotops“ mit Aktionen zum Jaspisbergwerk.

Ansprechpartner

Für alle, die sich über die einzelnen Teilorte und deren Geschichte informieren wollen, steht in jedem Dorf ein Ansprechpartner zur Verfügung. Im Einzelnen sind dies Hans-Peter Kilz (Istein), François Labbé (Huttingen), Armin Schweizer (Welmlingen), Gerd Reinauer (Wintersweiler), Karlfrieder Schmidt (Kirchen), Günter Graser (Mappach), Rudolf Ritz (Kleinkems) und Helmut Wiedemann (Blansingen).

Für Efringen und Egringen werden noch Ansprechpartner gesucht.

In ihrem Bericht bedankte sich Maren Siegmann für die Einsetzung Herbert Schneiders als Gebäudemanager, dessen Dienste sie bereits erfolgreich in Anspruch genommen habe.

Derzeit überlege Siegmann, welche Veranstaltungen sie machen könne, ohne zu viele Überstunden zu produzieren. Detailliert führte sie ihre umfangreichen Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren auf.

Derzeit beschäftigt sie das Thema, was es alles in den verschiedenen Archiven Baden-Württembergs an Urkunden über die Gemeinde zu entdecken gibt. So sei sie bereits auf eine alte Konstruktionszeichnung über die Nikolaus-Kapelle in Huttingen gestoßen. Die darauf zu erkennenden kleinen Fenster deuten auf einen Bau der Kapelle lange vor dem 15. Jahrhundert hin.

Auch zu Wintersweiler wurde die Museumsleiterin fündig. Hier fand sie ein Dokument aus dem Jahr 1401, in dem von einem Kloster in Wintersweiler die Rede ist. Danach war man überein gekommen, dass die Wintersweiler „sich auf ein ganzes Jahr in ihrem Kloster einen Priester zu Versehung der Kirche annehmen dürfen“.

Diverse Vorträge, Veranstaltungen und Teilnahmen an überregionalen Treffen füllten im Weiteren ihr Arbeitsjahr.

Bernd Münkel fand lobende Worte für die Arbeit, die die Museumsleiterin und der Förderkreis leisteten.

Förderkreis Museum in der Alten Schule

Vorsitzende: Helga Meier

Mitglieder: 102, davon vier Ehrenmitglieder

Kontakt: Tel. 07628/919057; www.foerderkreis-museum.de

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