Efringen-Kirchen Rosenau will zur Normalität zurückkehren

Auf dem Rathaus in Rosenau hofft man auf einen Anstieg der Impfquote.                                                                                                                           Foto: Ingmar Lorenz

Rosenau/Istein (zs). Es sind Sommerferien, die Urlaubszeit ist da und trotz Corona bietet sich im Dreiländereck die ein oder andere Tagesreise ins benachbarte Frankreich an. Jenseits des Rheins und damit nur einen Katzensprung entfernt, liegt das fränzösische Rosenau, Isteins Partnergemeinde. Die Corona-Schutzmaßnahmen konnten unlängst auch bei unseren französischen Nachbarn gelockert werden, dennoch sei nach wie vor Vorsicht geboten, erklärt Rosenaus Bürgermeister Thierry Litzler, und berichtet über die Entwicklung der Gemeinde in den letzten Wochen.

Ein wenig Normalität habe der Sommer mitgebracht. „Eine Atempause wie im vergangenen Sommer gibt es aber aufgrund der Delta-Variante in diesem Jahr trotzdem nicht“, beschreibt Litzler die aktuelle Situation in der Gemeinde.

Man hatte, wie vielerorts, auf den Schutz durch die Impfung gehofft. Dass aber gerade im Hinblick auf die Impfungen momentan mehr „Unsicherheiten als Gewissheit“ bestünden, ist auch in der Gemeinde spürbar.

Noch ist die Impfquote niedrig

Rosenau liegt in der Region Grand Est. Laut der regionalen Gesundheitsbehörde ARS sind in dieser Region mittlerweile 37 Prozent vollständig geimpft. Die Impfquote unter der jugendlichen Altersgruppe von 12 bis 17 Jahren ist nach der Freigabe Anfang Juni mit knapp 17 Prozent derzeit noch recht niedrig und damit bleibt viel Luft nach oben bis zum Ende der Ferien. Litzler mahnt deshalb zur Wachsamkeit.

Um ein Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, habe man daher auch ganz bewusst für den Sommer keinerlei Veranstaltungen geplant. „Im Herbst werden wir aber das Fitnessstudio, den Festsaal sowie die Mediathek öffnen“, berichtet der Bürgermeister.

Dass man dabei die Hygienemaßnahmen und entsprechende Anweisungen der Präfektur einhalte, liege auf der Hand.

Trotz des Virus und der Varianten sei nun der Zeitpunkt gekommen, an dem man langsam das soziale und kulturelle Leben der Gemeinde wieder in Gang bringen müsse. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben und zu einem möglichst normalen Lebensrhythmus zurückkehren.“

Vereine wollen wieder durchstarten

Auch die Vereine der Gemeinde drängen auf einen baldigen Start eines aktiven Vereinslebens. „Alle warten ungeduldig, dass sich die Mitglieder wieder treffen und gemeinsam als Verein etwas unternehmen können“, weiß Litzler. Während der Pandemie habe man die ortsansässigen Vereine finanziell unterstützt. Unter den entsprechenden Hygieneauflagen wolle man nun dafür sorgen, dass ab dem 1. September wieder Aktivitäten stattfinden können.

Wahlen haben in Rosenau während der Pandemie trotzdem stattgefunden. „Mitte März vergangenen Jahres waren Kommunalwahlen. Die Regional- und Bezirkswahlen fanden dieses Jahr am 20. und 27. Juni statt.“ Im März habe man in Frankreich nur sehr wenige Informationen über die tatsächliche Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, gewusst. Litzler: „Erst nach dem ersten Wahlgang sind die Masken und Gesundheitsprotokolle bei den Wahllokalen eingetroffen.“

Solidarisch in Krisenzeiten

Die zwei Wahlen in diesem Jahr hätten die Gemeinde vor besondere Herausforderungen gestellt. Man hatte vier anstelle der für Rosenau üblichen zwei Wahllokale einrichten müssen.

Dennoch habe sich die Organistaion den Umständen entsprechend einigermaßen meistern lassen. „Wir haben die Ehepartner der Abgeordneten, die Gemeindebediensteten und Freunde als Wahlhelfer zur Unterstützung hinzugezogen.“

Dankbar ist Litzler für die partnerschaftliche Unterstützung seitens der Gemeinde Istein. „Für unsere zusätzlichen Wahllokale haben uns die Wahlkabinen gefehlt. Diesbezüglich hat uns dann Efringen-Kirchen unterstützt und uns ihre ausgeliehen.“

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