Efringen-Kirchen Sängerbund und Erhard Zeh gehen getrennte Wege

Erhard ZehFoto: Ingmar Lorenz Foto: Weiler Zeitung

Efringen-Kirchen (ilz). Nach 20 Jahren hat sich der Sängerbund Efringen-Kirchen von seinem Dirigenten Erhard Zeh getrennt. Wie Vorsitzender Reinhard Knorr mitteilt, gab es bereits seit einiger Zeit Stimmen im Chor, die sich für eine neue musikalische Spitze aussprachen. Nicht etwa, weil die Stimmung schlecht gewesen wäre, sondern einfach, weil man nach 20 Jahren einen Wechsel in der musikalischen Leitung für angesagt hielt. „Keine dachte schlecht über ihn, es gab keine Aversionen“, beschreibt Knorr das Verhältnis zwischen Chor und Dirigent.

Gleichzeitig habe auch Zeh selbst eine Debatte über die künftige musikalische Ausrichtung des Chors anstoßen wollen. Dabei kam es zu Konflikten über die Art und Weise sowie den Zeitpunkt der Diskussion. Denn der Vorstand des Sängerbunds wollte diese Debatte nach der jüngsten Generalversammlung führen. Der Dirigent habe das Thema dagegen bereits im Vorfeld während einer Probe angeschnitten, so Knorr. Die Situation spitzte sich daraufhin immer weiter zu, auch nachdem von beiden Seiten E-Mails verfasst wurden, die vom jeweiligen Empfänger als provozierend oder gar beleidigend wahrgenommen wurden. „Dadurch wurde der Konflikt dann auch zunehmend in den Chor getragen“, berichtet Knorr.

Eine weitere Zusammenarbeit sei ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich gewesen. Vor rund zwei Wochen habe der Vorstand die schriftliche Kündigung verschickt. „Es tut mir unendlich leid, dass das jetzt so auseinandergeht“, sagt Knorr. Denn man habe viele „tolle Jahre“ mit Erhard Zeh gehabt.

Über Nachfolge wird nach Corona entschieden

Wie es nun weitergeht, steht für den Chor noch nicht abschließend fest. Zwar habe man bereits einen vielversprechenden Kandidaten für die Nachfolge in Aussicht, allerdings müsse sich erst noch zeigen, ob die Chemie zwischen Sängern und Leitung stimmt. „Dazu müssen wir aber erstmal wieder proben können“, erklärt der Vorsitzende. Das aber sei erst möglich, wenn sich die Corona-bedingte Ausnahmesituation ihrem Ende zuneige. „Ich sehe das nicht vor Herbst oder gar Ende des Jahres“, blickt Knorr auf die Entscheidung über die Nachfolge am Dirigentenpult des Sängerbunds.

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