Efringen-Kirchen Schritt für Schritt zum neuen Gerätehaus

Beatrice Ehrlich
Größer als das bisherige Feuerwehrgerätehaus hier im Bild wird das neue Domizil der Freiwilligen Feuerwehr wohl werden. Foto: Ingmar Lorenz

Efringen-Kirchen  -  In einem engagierten Vortrag überzeugte Architekt Thomas Thiele aus Freiburg den Gemeinderat Efringen-Kirchen von den Vorteilen eines Vergabeverfahrens mit Wettbewerb für den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses. Einem entsprechenden Beschlussvorschlag stimmte der Rat einstimmig zu. Das Architekturbüro Thiele ist auf die Vorbereitung und Begleitung von Vergabeverfahren spezialisiert. Es wird nun die Gemeinde in allen Fragen rund um das Vergabeverfahren beraten sowie die Aufgabenstellungen im Wettbewerb formulieren. Außerdem obliegt ihm die Durchführung des Wettbewerbs einschließlich der Vorprüfung der Wettbewerbsbeiträge, der Vorbereitung der Preisgerichtssitzung und der damit einhergehenden Dokumentation.

Gesamtkosten rund elf Millionen Euro

Ein formales Vergabeverfahren ist für öffentliche Bauvorhaben, deren Auftragsvolumen eine bestimmte Höhe übersteigt, vorgeschrieben, damit einhergehend eine europaweite Ausschreibung. Mit Gesamtkosten von rund elf Millionen Euro gemäß der im Vorfeld erstellten Machbarkeitsstudie liegt der Fall des Gerätehauses in Efringen-Kirchen weit über dieser Schwelle. Durch einen Wettbewerb könne man aus mehreren Vorschlägen anhand klar festgelegter Kriterien den Entwurf identifizieren, der genau zu den örtlichen Gegebenheiten passt, warb Thiele für diese aufwändige Form des Vergabeverfahrens. Letztendlich spare man so Zeit und könne sicher sein, im Nachhinein nicht böse Überraschungen zu erleben.

Die Anforderungen an ein Feuerwehrhaus seien an jedem Ort andere, wies er einen Einwand von Karl Rühl ab, der angemerkt hatte, es gebe genug Feuerwehrhäuser, da müsse doch ein passender Plan schon in der Schublade liegen.

Europaweite Ausschreibung

Über den Lenkungskreis aus Vertretern der Verwaltung, des Gemeinderats und der Freiwilligen Feuerwehr würden Gemeindevertreter auch ins Preisgericht eingebunden, in dem dann noch externe Fachpreisrichter und gegebenenfalls Sachverständige und Gäste hinzukämen, zertreute der Architekt im Vorfeld mögliche Bedenken der Räte. „Der Gemeinderat ist in jeden Verfahrensschritt eingebunden. Sie behalten das Heft in der Hand“, versicherte er. In der nun als erstes vorgesehenen „Zielfindungsphase“ sollen verschiedene Feuerwehrhäuser besichtigt und verglichen werden, um genauer heraus-zufinden, worauf es in der eigenen Ausschreibung ankommt. Auf Nachfrage von Karl-Friedrich Hess, ob es sinnvoll sei, dass die Gemeinde beim Beginn des Vergabeverfahrens bereits im Besitz der entsprechenden Grundstücke sei, antwortete Thiele: „Davon gehe ich aus“. Im Fall Efringen-Kirchens muss die Gemeinde die entsprechenden Grundstücke im Gewann „Auf dem Korb“ erst noch erwerben.

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